Am 15. Mai 2021 findet das 130. Jubiläum der Katholischen Soziallehre statt

Wien (OTS) Anlässlich des 130. Jubiläums der Katholischen Soziallehre haben die Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im ÖGB (FCG), die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich (KAB) und die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) zur virtuellen Veranstaltung „Die soziale Frage heute – Navigieren in stürmischen Zeiten“ am heutigen 12. Mai 2021 eingeladen.

Hochkarätige Referentinnen und Referenten haben die Aktualität der Katholischen Soziallehre in der heutigen Zeit betont. Nachstehend ein stellvertretender Auszug der wichtigsten Statements im Rahmen dieser Veranstaltung:

Dr. Norbert Schnedl, ÖGB-Vizepräsident & FCG-Bundesvorsitzender:
„Die Christliche Soziallehre ist Teil der DNA der Christgewerkschafter*innen Österreichs. Sie ist im Grundsatzprogramm der FCG verankert und hat zur Entwicklung eines „Soziallehre‐Fahrplans“ geführt, der Wege aus der Corona‐Krise aufzeigt. Dabei wird eine „Pandemie der Solidarität“ (P.M. Zulehner) gefordert, die mehr Gerechtigkeit schafft, um Solidarität wachsen zu lassen. Beim Neustart nach der Krise fordert die FCG statt eines „freien Marktes“ einen „fairen Markt“ (Josef Riegler), der eine neue Balance zwischen Wirtschaft, Sozialstaat und Schutz der Umwelt herstellt.

Mag. Anna Wall-Strasser, Bundesvorsitzende Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich:
„Der Stellenwert der Katholischen Soziallehre zeigt sich an der Wirksamkeit heute. Die Pandemie hat eine wachsende Spaltung der Gesellschaft zur Folge, in Österreich und weltweit. Dagegen braucht es eine klare Analyse und Kritik des gegenwärtigen Wirtschaftssystems, das Ungleichheit fördert. Die KAB fordert eine Neuausrichtung an den Prinzipien der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls. Das bedeutet: Märkte regulieren, Reichtum umverteilen und politische Maßnahmen setzen, die allen Menschen materielle Grundsicherung und aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen (siehe Papst Franziskus, Fratelli Tutti).“

Dr. Markus Schlagnitweit, Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs:
„Die jüngsten Dokumente der Kath. Soziallehre buchstabieren die soziale Frage heute so: Es gibt eine existentielle ökologische Krise, die zugleich vor massive soziale Gerechtigkeitsfragen stellt. Die sozialen Beziehungen in Wirtschaft und Arbeitswelt sind durch eine auf alle Lebensbereiche ausgreifende Ökonomisierung bedroht und herausgefordert. Die genannten Probleme betreffen die gesamte Menschheitsfamilie, weshalb ihre Lösung eine Globalisierung der Solidarität erfordert.“

Mag. Dr. Helmut P. Gaisbauer, Politikwissenschafter am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg:
„Eine gute Gesellschaft FÜR ALLE bedeutet, jedem Menschen eine menschenwürdige Existenz, ein Leben in Würde ermöglichen. Davon sind wir trotz Bemühungen weit entfernt. Die Pandemie droht als sozialer Brandbeschleuniger zu wirken, daher braucht es eine starke Stimme für ein solidarisches Gegensteuern.“

Dr. Karin Petter-Trausznitz – ÖGB-Expertin für Sozialethik & FCG-Bildungsreferentin:
“Soziale Prinzipien sind keine Regeln! Sie sagen nicht, was zu tun ist! Prinzipien verlangen in jeder Situation konkrete Entscheidungen. Sie erfordern selbstständiges Denken und Verantwortungsübernahme.”

Karl A. Immervoll – Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich:
„Ohne das beherzte Eintreten von Frauen und Männer „ganz unten“ wäre diese Soziallehre nicht entstanden! Das hat sich bis heute nicht geändert. Diese Menschen sind die eigentlichen Expertinnen und Experten für das Leben. Daher brauchen sie nicht bevormundet werden indem ihnen gesagt wird, was zu tun ist, vor allem wenn es um Effizienz und Leistung geht. Leistung ist kein Prinzip der Soziallehre. Niemand muss sich das Leben verdienen, es ist uns geschenkt – bedingungslos.“

Alle Statements in voller Länge und Fotos zu den Referentinnen und Referenten finden Sie in unserer digitalen Pressemappe unter:
www.soziallehre.at.

Rückfragen & Kontakt:

Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
Mag. Denis Strieder, BA
Pressereferent
Telefon: +43 1 534 44-39287
E-Mail: presse@fcg.at

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