Am 14. Februar um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Es war eine Reise ins Ungewisse, zu der Napoleon am 19. Mai 1798 aufbrach. Tausende Soldaten, Matrosen und Wissenschafter gingen an Bord Hunderter Schiffe, ohne das Ziel der Reise zu kennen. Dieses lautete: Ägypten. Doch der Eroberungsfeldzug sollte ein Desaster für den französischen Feldherrn werden. Die Niederlage brachte allerdings bahnbrechende Forschungsergebnisse und legte den Grundstein für eine neue Wissenschaftsdisziplin: die Ägyptologie.

Im zweiten Teil des „Universum History“-Doku-Dramas „Napoleon in Ägypten“ von Fabrice Hourlier (deutsche Bearbeitung: Caroline Haidacher) wird am Freitag, dem 14. Februar 2020, um 22.35 Uhr in ORF 2 deutlich, dass sich die Lage für den französischen Kaiser und seine Armee mit Fortdauer der Expedition verschärfte. Die rund 200 mitgereisten Wissenschafter unterschiedlichster Disziplinen sollen den Feldzug unterstützen und das Land in Hinblick auf dauerhafte Kolonisierung erkunden. Während die Gelehrten durch den Süden des Landes streifen, wird die Situation in Syrien immer prekärer. Napoleon reist überstürzt nach Frankreich ab. Mit der Ermordung seines Stellvertreters General Kléber im Jahr 1800 beginnt eine Reihe militärischer Niederlagen.

Nur der Wissenschaft sind Erfolge beschieden: Die zwei jungen Forscher Jean-Baptiste Prosper Jollois und Édouard de Villiers erkunden das Land, von dem sie so lange geträumt hatten. Sie zeichnen und vermessen die Tempel und Gräber in Luxor, Philae, Karnak und Assuan. Sogar die sonst wenig interessierten Soldaten sind von den herrlichen Fresken und Reliefs begeistert. Doch der Traum sollte nur von kurzer Dauer sein. Noch ahnt niemand, was sich in Akko – im heutigen Israel/Palästina – abspielt: Die französischen Truppen stecken fest, die Pest wütet und die Briten verbünden sich mit den Osmanen. Es ist der Anfang vom Ende. Fernab vom militärischen Spektakel machen die beiden Wissenschafter eine bahnbrechende Entdeckung: Bei Reparaturarbeiten am Fort Rosette finden sie eine Tafel aus schwerem Granit mit rätselhaften Inschriften, die 20 Jahre später die Entzifferung der Hieroglyphen ermöglichen sollte. Doch eine leere Kriegskasse, Aufstände der heimischen Bevölkerung und führerlose Soldatenverbände machen weitere Forschungsarbeiten unmöglich – die französische Armee ist verloren. Im August 1801 kehren die geschlagenen Franzosen in ihre Heimat zurück. Die Wissenschafter können zwar viele wichtige Dokumente und Artefakte sichern, doch der Stein von Rosette fällt den Engländern in die Hände. Zehn Jahre später veröffentlichen die Gelehrten die Ergebnisse ihrer Forschungen in der Text- und Bildsammlung „Description d’Egypte“ und legen damit den Grundstein für eine neue Wissenschaftsdisziplin: die Ägyptologie.

Das zweiteilige historische Doku-Drama „Napoleon in Ägypten“ – eine Produktion von ARTE France, DOCSIDE/ZED und Indigenes Productions – skizziert diese Expedition und beleuchtet insbesondere die Geschichte der zwei jungen Wissenschafter Jean-Baptiste Prosper Jollois und Édouard de Villiers.

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