Programmschwerpunkt mit vier neuen Musiktheater-Highlights von Rameaus „Platée“ über Händels „Saul“ bis zu Prokofjews „Der feurige Engel“

Wien (OTS) Auch nach mehr als einem Jahr hat das Coronavirus unsere Kulturlandschaft fest im Griff und stellt die Theaterbühnen weiterhin vor große Herausforderungen. Kultur und Klassik sind im vergangenen Jahr in den digitalen Raum gewandert und fanden dort ein neues Zuhause. Auch die Vereinigten Bühnen Wien sind mit ihren vier Theaterhäusern von der Pandemie stark betroffen. Allerdings konnten im Theater an der Wien unter Einhaltung eines strengen Präventionskonzepts ab November 2020 bis April 2021 fünf Musiktheaterproduktionen in Kooperation mit der Unitel und dem ORF aufgezeichnet werden.

Die digitale Klassikplattform „fidelio“ zeigt die kommenden drei Wochen jeden Samstag eine Opernproduktion aus dem Theater an der Wien. Auf dem Programm stehen vier neu aufgezeichnete Musiktheaterproduktionen:
Den Auftakt machte bereits am 17. April die Neuproduktion von Jules Massenets Oper „Thaïs“ mit der großartigen Nicole Chevalier als lebenshungrige Kurtisane in der Titelpartie; in einer intensiven Inszenierung von Meisterregisseur Peter Konwitschny, die unter die Haut geht. Der tragisch-komische Barockopern-Hit „Platée“ (Jean-Philipp Rameau) in der gefeierten und glamourös ausgestatteten Inszenierung von Robert Carsen steht unter dem Dirigat von William Christie am 24. April auf dem Streaming-Spielplan.
Am 1. Mai erlebt Prokofjews Oper „Der feurige Engel“ mit einer absoluten Top-Besetzung seine fidelio-Premiere: In den Hauptpartien sind Ausrine Stundyte und Bo Skovhus, umgeben von einem spielstarken Sänger- und Schauspielensemble, meisterhaft wie tiefenpsychologisch von Regisseurin Andrea Breth inszeniert. Am Pult des ORF Radio-Symphonierochesters Wien: Dirigent Constantin Trinks. Das Oratorium „Saul“ mit der wunderbaren Musik von Georg Friedrich Händel ist am 8. Mai in der szenischen Fassung von Claus Guth mit dem unvergleichlichen Florian Boesch in der Titelpartie zu sehen. Im Orchestergraben musiziert das Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Christopher Moulds. Die musikalisch wie szenisch ausdrucksstarken Damen und Herren des Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner) sind in allen vier Produktionen präsent.

Mag. (FH) Georg Hainzl, Geschäftsführer von „fidelio“: „Wir freuen uns sehr über die Weiterführung der Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Wien und die Möglichkeit, einem so beliebten Haus wie dem Theater an der Wien mit ‚fidelio‘ eine Ersatzbühne samt Streaming-Schwerpunkt bieten zu können. Dabei stehen spannende Neuproduktionen im Fokus, die das Publikum diese Saison nicht live im Theater an der Wien sehen konnte. Unser Programm bringt Operngenuss in die heimischen Wohnzimmer unserer Nutzer/innen.“

Prof. Dr. Franz Patay, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien:
„Auch im Theater an der Wien mussten alle Produktionen seit November 2020 bis auf Weiteres abgesagt werden. Daher freut es mich, dass wir im Rahmen der Partnerschaft mit der Streaming-Plattform ,fidelio‘ vier Opernproduktionen aus der aktuellen Spielzeit des Theater an der Wien zeigen können. Den Kontakt zu unserem Publikum zu halten, ist den Vereinigten Bühnen Wien ein wichtiges Anliegen. Gerade in dieser bewegten Zeit möchten wir den Zuseherinnen und Zusehern Operngenuss in bester Qualität bieten. Ich bedanke mich bei Georg Hainzl für die gute Zusammenarbeit.“

Prof. DI Roland Geyer, Intendant des Theater an der Wien: „Ich freue mich, dass wir vier Premieren der laufenden Saison im Rahmen dieser Kooperation präsentieren, die wir dem Publikum leider nicht live indoor zeigen konnten. Mein besonderer Dank gilt den Leading Teams, Künstlerensembles und Orchestern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theater an der Wien dieser vier Opernproduktionen, die unter strengen Sicherheitsbestimmungen stets verantwortungsvoll und mit starkem Teamgeist geprobt und auf höchstem künstlerischen Niveau auch vor den Kameras die Magie der Oper spürbar machten.“

Die Produktionen im Überblick

Samstag, 17. April, 20.00 Uhr: Thaïs (als Video-on-Demand verfügbar) Samstag, 24. April, 20.00 Uhr: Platée
Samstag, 1. Mai, 20.00 Uhr: Der feurige Engel
Samstag, 8. Mai, 20.00 Uhr: Saul

Die im „fidelio“-Programm enthaltenen Opernproduktionen des Theater an der Wien, auch die Mozart-Premiere „Le nozze di Figaro“ in der Inszenierung von Alfred Dorfer & Kateryna Sokolova von November 2020, sind nach den Streamings zusätzlich als Video-on-Demand auf der Plattform abrufbar.

„fidelio“ – der digitale Klassik-Treffpunkt

Der digitale Klassik-Treffpunkt „fidelio“ (www.myfidelio.at) von ORF und Unitel ist das Ticket zu spektakulären Konzert- und Opernveranstaltungen, zeigt Großereignisse der Musikgeschichte und vermittelt Hintergrundwissen auf höchstem Niveau. Jederzeit auf allen Endgeräten abrufbar, bietet „fidelio“ Top-Live-Events, regelmäßige Premieren, eine umfangreiche Klassithek und einen kuratierten 24-Stunden-Kanal. blog.myfidelio.at bietet darüber hinaus wissenswerte Anekdoten und Neuigkeiten aus der Welt der Klassik sowie Möglichkeiten zum Mitdiskutieren.

Über das Theater an der Wien

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus: Das Theater an der Wien bezaubert seit mehr als zwei Jahrhunderten durch seine hervorragende Akustik und das authentische, intime Ambiente und zählt zu den schönsten und traditionsreichsten Bühnen in Wien. Emanuel Schikaneder, Theaterimpresario und Librettist der „Zauberflöte“, ließ sein Theater 1801 im Geiste Mozarts am Wienfluss erbauen. Schon immer offen für das Neue, erlebte dieses außergewöhnliche Opernhaus eine Reihe von geschichtsträchtigen Uraufführungen, darunter Beethovens einzige Oper „Fidelio“. Seit 2006 präsentiert sich das Theater an der Wien als innovatives Stagione-Opernhaus der Vereinigten Bühnen Wien. Die zeitgemäße Ästhetik und hohe musikalische Qualität der Opernproduktionen machen das Haus an der Wienzeile zum Zentrum für Barockoper und modernes Musiktheater in Wien.

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