Von und mit u. a. Gerti Drassl, Brigitte Hobmeier, Johannes Krisch, Tobias Moretti, Paul Poet, Elisabeth Scharang, Simon Schwarz und Ursula Strauss

Wien (OTS) Nicht nur in der Fernsehlandschaft – auch an der Kinofront wird unermüdlich an neuen ORF-Projekten gearbeitet:
Österreichische Literaturverfilmungen für Kinder wie Erwachsene, berührende Geschichten, die sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit Europas beleuchten, und außergewöhnliche Dokumentarfilmprojekte stehen im Mittelpunkt von sieben neuen Produktionen, für die der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens einen maßgeblichen Finanzierungsbeitrag in der Gesamthöhe von rund zwei Millionen Euro zugesagt hat. Im Rahmen des 185. Sitzungstermins der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut wurden am Mittwoch, dem 14. April 2021, aus zahlreichen Einreichungen fünf Spielfilme – darunter ein Kinderfilm – und zwei innovative Dokumentarfilmprojekte ausgewählt.

„Ein ganzes Leben“ eines Knechts zeichnet der Bestseller von Robert Seethaler, in dessen Verfilmung je nach Alter Stefan Gorski und August Zirner die Hauptfigur verkörpern werden. Die Ausnahmefilmemacherin Sudabeh Mortezai widmet sich brisanten gesellschaftspolitischen Fragen und Wertekollisionen in „Europa“. Die österreichische Autorin Sarah Wassermair hat Christine Nöstlingers Kinderbuchreihe „Geschichten vom Franz“ zu einem Kinderfilm für die ganze Familie verdichtet, der mit Ursula Strauss, Simon Schwarz und Sophie Rois hochkarätig besetzt ist. Paula Beer, Tobias Moretti und Katja Riemann zeichnen in „Last Song for Stella“ eine grausam dunkle Seite während der NS-Zeit auf. In Elisabeth Scharangs „Wald“ – inspiriert von Doris Knechts gleichnamigem Roman – zieht sich Brigitte Hobmeier zurück, nachdem sie Zeugin eines Attentats wurde. Hobmeier trifft dort auf ihre Jugendfreunde Gerti Drassl und Johannes Krisch.

Männer stehen im Fokus von Katrin Schlössers Dokumentarfilm „Besuch im Bubenland“, während Paul Poet in „Der Soldat Monika“ ein Psychogramm einer Persönlichkeit zeichnet, die sich zwischen ideologischen Fronten befindet.

Die vom ORF kofinanzierten Projekte der 185. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Detail:

„Ein ganzes Leben“
Spielfilm (Literaturverfilmung)
Buch: Ulrich Limmer nach dem Roman von Robert Seethaler
Regie: Hans Steinbichler
Mit u. a. Stefan Gorski, Julia Franz Richter und August Zirner Produktion: epo-Filmproduktion
Inhalt: Robert Seethalers Millionen-Bestseller erzählt die Lebensgeschichte eines einfachen Hilfsarbeiters in den Alpen. Er durchlebt lange Zeiten eines harten, entbehrungsreichen Lebens, nur einige wenige Momente des Glücks mit einer Frau, die ihm das Schicksal grausam entreißt. Am Ende seines Lebens schaut er staunend und versöhnt auf seine Lebensgeschichte zurück.

„Europa“
Spielfilm (Drama)
Buch & Regie: Sudabeh Mortezai
Mit u. a. Lilith Stangenberg
Produktion: Plan C Filmproduktion, Fratella Filmproduktion
Inhalt: In „Europa“ prallen zwei Welten auf einander: Beate vertritt den globalen, neoliberalen Kapitalismus. Skander liebt die Bäume und Bienen mehr als die Errungenschaften der Moderne. Diese Konfrontation wird nicht gut ausgehen.

„Geschichten vom Franz“
Spielfilm (Kinderfilm)
Buch: Sarah Wassermair nach Christine Nöstlinger
Regie: Johannes Schmid
Mit u. a. Ursula Strauss, Simon Schwarz und Sophie Rois
Produktion: Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
Inhalt: Franz ist mit Abstand der Kleinste in der Klasse, hat blonde Ringellocken und kriegt eine hohe Piepsstimme, wenn er aufgeregt ist. Da helfen zum Glück zwei beste Freunde: die Gabi und der Eberhard. Als Franz eines Tages Hank Haberers „10 Regeln für einen echten Mann“ für sich entdeckt, sind Turbulenzen vorprogrammiert, und die Freundschaft der drei gerät ordentlich ins Strudeln.

„Last Song for Stella“
Spielfilm (Historisches Drama)
Buch: Marc Blöbaum, Jan Braren
Regie: Kilian Riedhof
Mit u. a. Paula Beer, Katja Riemann, Tobias Moretti, Jannis Niewöhner und Hary Prinz
Produktion: Dor Film
Inhalt: Stella, eine junge deutsche Jüdin, wächst während der Herrschaft des NS-Regimes in Berlin auf. Sie träumt von einer Karriere als Jazz-Sängerin, trotz aller Repressalien. Als sie 1944 zusammen mit ihren Eltern untertauchen muss, verwandelt sich ihr Leben in eine schuldhafte Tragödie. Durch einen Verrat wird sie von der Gestapo gefasst, gefoltert und zur „Greiferin“: Um sich und ihre Eltern vor der Deportation nach Auschwitz zu bewahren, beginnt Stella, systematisch andere Juden zu verraten. Von September 1943 bis Kriegsende lieferte Stella Goldschlag Hunderte jüdische Mitbürger/innen an die Gestapo aus.

„Wald“
Spielfilm (Drama)
Buch: Elisabeth Scharang inspiriert von einem Roman von Doris Knecht Regie: Elisabeth Scharang
Mit u. a. Brigitte Hobmeier, Gerti Drassl und Johannes Krisch Produktion: Wega-Filmproduktion
Inhalt: Marian wird Zeugin eines Terroranschlags. Äußerlich bleibt sie unverletzt, aber die emotionale Wunde reißt immer wieder auf. Sie fühlt sich in ihrem gewohnten Alltag in der Stadt nicht mehr sicher und zieht sich zurück in das „alte Haus“ am Wald und in die Welt ihrer Kindheit. Dort, in der Einsamkeit der Natur, fasst sie wieder Fuß, bis sie Gerti gegenübersteht.

Die Projekte der Innovationsförderung im Detail:

„Besuch im Bubenland“
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Katrin Schlösser
Produktion: KGP Filmproduktion
Inhalt: Ein Film über Männer. Darüber, wie sie sind, wie sie ticken und was sie antreibt. Erzählt aus der Perspektive einer Frau. In „Besuch im Bubenland“ geht Regisseurin Katrin Schlösser mit ihrer Kamera auf Entdeckungsreise, um denen näherzukommen, die ihr immer als Ungeheuer vorgeführt wurden, denen sie sich bewusst und unbewusst unterlegen fühlte und die sie schnell verunsichern konnten – den Männern.

„Der Soldat Monika“
Dokumentarfilm
Buch und Regie: Paul Poet
Produktion: FreibeuterFilm
Inhalt: Living outside all boxes. Im Jenseits der Querfront. Schlachtfeld Geschlechts-Identität: Monika Donner ist transsexuelle Elite-Soldatin, Frontfigur für Gender-Rechte und Buchautorin des politischen Rechtsaußen. Schnell wird sie, die einmal ein Er war, zur Einzelkämpferin zwischen den ideologischen Fronten. Eine filmische Selbstfindung als Weg zwischen allen Stühlen hindurch. Ein komplexes Psychogramm als intensive Kino-Collage.

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