Gemeinsame Plattform für Wirtschaft und Wissenschaft zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels für Wälder

Wien (OTS) Die Mondi Gruppe, ein weltweit führender Hersteller von Verpackungs- und Papierlösungen, und die International Union of Forest Research Organizations (IUFRO, Internationaler Verband Forstlicher Forschungsanstalten) kündigen eine dreijährige Partnerschaft an, um wissenschaftsbasierte, tragfähige Antworten auf klimabedingte Bedrohungen für Wälder und forstbasierte Industrien zu finden.

Dieser Zusammenschluss erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt: Dürreperioden, extreme Wetterereignisse sowie der verstärkte Schädlings- und Krankheitsbefall fügen den Wäldern in vielen Teilen der Welt schwere Schäden zu. Die Kräfte zu bündeln, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern, ist für das Wohlergehen der Menschen, die Artenvielfalt, die Wirtschaft und die holzverarbeitende Industrie von entscheidender Bedeutung.

Dirk Längin, Group Head of Fibre Sourcing bei Mondi und Co-Vorsitzender der Lenkungsgruppe der IUFRO-Mondi-Partnerschaft, sagte: „Da rund 80 % unseres Geschäfts auf Fasern basieren, achten wir in der gesamten Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit und legen dabei einen starken Fokus auf erneuerbare Holzfasern aus nachhaltig bewirtschafteten Forstbetrieben. Unsere Partnerschaft mit IUFRO wird es uns ermöglichen, aktiv und strukturiert mit Wissenschaftler*innen zusammenzuarbeiten, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, einen breiten Zugang zur Forschung zu erhalten und all dies in praktische Anwendungen und optimierte Abläufe umzusetzen. Das so gewonnene Know-how wird uns auch in die Lage versetzen, unsere Erkenntnisse mit anderen Sektoren und Branchen zu teilen, um gemeinsam Veränderungen auf den Weg zu bringen, damit wir alle zu einer besseren Welt beitragen können.“

Alexander Buck, IUFRO-Direktor und Co-Vorsitzender der Lenkungsgruppe der IUFRO-Mondi-Partnerschaft, meinte dazu: „Die Vision von IUFRO ist es, die Bedürfnisse der forstlichen Forschung und Entscheidungsfindung weltweit zu erfüllen. Dies geht nur, wenn Wissenschaftler*innen auch den Informationsbedarf von Wirtschaft und Industrie effektiv erkennen und ansprechen, um wissenschaftsbasierte Lösungen zu entwickeln. Unsere Partnerschaft mit Mondi ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Zusammenarbeit seit 2017 und unterstreicht unser starkes Engagement für die wichtige Rolle der forstbezogenen Wirtschaft und Wissenschaft bei der Förderung von Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung.“

Globale Partnerschaft, paneuropäischer Schwerpunkt

Der Forstsektor spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und für die nachhaltige Entwicklung weltweit, wie sie in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen formuliert ist, insbesondere im Nachhaltigkeitsziel 15, dessen Schwerpunkt das Leben an Land ist. Der Klimawandel bedarf einer breiten Diskussion unter politischen Entscheidungsträger*innen und Stakeholder*innen darüber, wie zukünftige Waldlandschaften sowohl den Versorgungsbedarf der Industrie erfüllen als auch die vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder bereitstellen können. Dieser Dialog muss sich auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse stützen, um widerstandsfähige Wälder aufzubauen.

Ziel der Kooperation zwischen Mondi und IUFRO als globale Partnerschaft mit paneuropäischem Schwerpunkt ist es, eine Plattform für Wissenschaft und Wirtschaft zu etablieren, auf der die beiden Organisationen gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels erarbeiten und gangbare Wege für die Forstwirtschaft und die holzverarbeitende Industrie aufzeigen, für eine nachhaltige Zukunft.

Zu den Schwerpunkten der Partnerschaft gehören: Think-Tank-Meetings, die über die aktuelle Faktenlage informieren und Zugang zu den neuesten Daten zum Klimawandel und zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bieten und Optionen für Maßnahmen zur Risikominderung aufzeigen; Dialoge mit Stakeholder*innen zum Austausch und zur Diskussion von Studienergebnissen sowie zur Einbindung von Partner*innen und öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, um Wege und Optionen für das weitere Vorgehen zu identifizieren; wissenschaftliche Studien und Workshops sowie regelmäßige Kommunikation, um den Austausch von Best Practices zu erleichtern.

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Tel.: +43-1-877 0151-17
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