Sima und Hebein müssen zurück an den Verhandlungstisch

Wien (OTS) „Zurück an den Start und Öffnung des Planungsprozesses zur Streckenführung des 42A unter Einbindung der MA28 (Straßenbau), MA46 (Verkehrsorganisation) und den Wiener Linien“, so die zentrale Forderung der Währinger Freiheitlichen. Die von Bezirksvorsteherin Nossek als alternativlos bezeichnete Streckenführung durch dicht bewohntes Grätzel in Gersthof ist weder im Sinne der Anrainer noch im Sinne aller Oppositionsparteien. Eine Bürgerprotest Veranstaltung mit rund 1100 Protestunterschriften gegen die geplante Streckenführung vor der Sondersitzung belegt den Unmut der Bürger und Anrainer in Gersthof.

Die FPÖ Währing fordert daher die Einbindung der betroffenen Anrainer zum Planungsprozess, da bislang weder Anrainerinteressen noch Vorab-Infos der von den Grünen präferierten Streckenführung berücksichtigt wurden.

Hier wäre auch die grüne Stadträtin Hebein als Bürgerbeteiligungsstadträtin gefordert gewesen, im Sinne der zu erwartenden Verschlechterung der Wohnqualität für Anrainer in der Salieri- und Schöffelgasse zu intervenieren.

Der freiheitliche Klubobmann Georg Köckeis spricht sich gegen die vorgelegte Streckenführung durch die Salieri- und Schöffelgasse aus den verschiedensten Gründen aus, denn es gibt keine Kostentransparenz, nur vage mündliche Informationen seitens der Bezirksvorstehung. „Tatsache ist, dass kostenintensive Investitionen in der Höhe von rund 400.000 Euro für neue Haltestellen, neue Baumscheiben sowie eine Baumstandort-Sanierung, als auch Gehsteigvorziehungen, Schwellen, sogenannte „Ohrhrwascheln“ bevorstehen“, warnt Köckeis.

Die Doppelzüngigkeit der Grünen Bezirksvorsteherin ist dadurch begründet, dass sie eine Umsetzung von Umweltmaßnahmen von einer Streckenführung des 42A durch die Salierigasse abhängig macht. In einem späteren Antrag der Grünen ist in der Begründung angeführt, dass zusätzliche Baumstandorte einen gewissen Ausgleich für die Mehrbelastung durch den Busbetrieb darstellen.

So wird nachhaltig dokumentiert, dass die Streckenführung des 42A durch die Salieri- und Schöffelgasse für Anrainer eine gesundheitsschädliche Abgasbelastung bedeutet, gleichzeitig verbunden mit zusätzlicher Lärmbelästigung. „Das sorgt für verminderte Lebensqualität im Grätzel“, warnt auch der Währinger Bezirksparteiobmann LAbg. Udo Guggenbichler.

Zudem ist auch ein massiver Parkplatzverlust von geschätzten 40 Stellplätzen vorprogrammiert, verbunden mit dem Eingriff in die bestehende Parkordnung. Vorprogrammiert sind auch Konfliktsituationen mit Schulkindern des nahen „Marianums“ auf ihrem Schulweg. „Schulkinder dürfen nicht zusätzlich gefährdet werden und dürfen nicht Spielball der Bezirkspolitik werden“, stellt Guggenbichler klar.

Radfahren gegen die Einbahn wird gestattet sein, so wären auch Pedalritter in der engen Salierigasse als gefährdet anzusehen, so die Sorge der Freiheitlichen. Die Freiheitlichen stellten daher zwei Alternativ-Routen vor, die auch mittels Folder an die Bevölkerung verteilt wurden. Präferiert wird von uns die Route über die Gersthofer Strasse, Gentzgasse- und über das „Gersthofer-Platzl“ wieder in die Gersthoferstrasse, mit dem Vorteil einer Doppelhaltestelle vor dem BIPA. „Diese Route sollte nochmals von den zuständigen Stellen evaluiert werden, da die als problematisch eingestufte Kreuzung Simonygasse/Gentzgasse von Zustell-LKW`s auch aktuell problemlos genutzt wird“, fordert Köckeis.

Im Zuge der Öffnung des Planungsprozesses sollte auch die Möglichkeit einer eigenen Bus-Linie nur für den 18. Bezirk geprüft werden, etwa eine Linie 42B, wo auch kleinere Busse zum Einsatz kommen könnten. Der Vertreter der Wiener Linien signalisierte in der Sondersitzung Bereitschaft für eine geänderte Streckenführung über die Gersthofer Straße und Simonygasse, verweist aber auf höhere Kosten.

Der freiheitliche Bezirksparteiobmann Udo Guggenbichler wird als stellvertretender Vorsitzender des Stadtwerke-Ausschusses im Wiener Rathaus am kommenden Dienstag, den 09.06., die zuständigen Stadträtin Sima auffordern, den Vorgang Streckenführung 42A durch Salieri- und Schöffelgasse zu stoppen und so auch eine bürgerfreundliche Lösung umsetzen zu können.

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