Das HGM darf nicht zu einer zeitgenössischen Rumpelkammer verkommen!

Wien (OTS) „Das Heeresgeschichtliche Museum ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte FPÖ-Wehrsprecher NAbg. Dr. Reinhard E. Bösch im Zuge der Diskussion über zahlreiche Rechnungshofberichte in der gestrigen Nationalratsdebatte. „In den letzten Monaten hat es gegen dieses Museum eine mediale Hetze aus einer einschlägig politischen Ecke von einem außergewöhnlichen Ausmaß gegeben. Scheinbar gibt es Leute in unserem Land, denen ein Militärmuseum ein großer Dorn im Auge ist – für die FPÖ ist das aber nicht so“, betonte Bösch.

„Das HGM ist ein ausgezeichnetes Museum, das national und international sehr anerkannt wird. Das beweist auch der kontinuierliche Anstieg der Besucheranzahl – in der letzten Zeit gab es nämlich um die 250.000 Besucher. Da das Heeresgeschichtliche Museum aber ein Militärmuseum ist, umfasst es auch klare zeithistorische Themenbereiche. Es müssen 600 Jahre Habsburgergeschichte, zwei Weltkriege und die politischen Umwälzungen der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts betreut werden“, erklärte Bösch und weiter: „Der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. Ortner, hat dies unter dem Titel ‚Kriege gehören ins Museum‘ auch mit dem ‚richtigen Ton‘ getroffen und hat auch seine Arbeit unter dieses Motto gestellt – nicht nur die Arbeit des Museums, sondern auch die der begleitenden Einrichtungen und der Vereine, die als Unterstützer tätig sind.“

„Ich gehe davon aus, dass die Verbesserungsvorschläge des Rechnungshofes auch in Bezug auf ihre Machbarkeit ihre Berechtigung haben und diese werden sicherlich auch Berücksichtigung durch das Landesverteidigungsministerium finden und schlussendlich in einem neuen und modernen Konzept münden. Die RH-Kritikpunkte sind allerdings nicht erst in den letzten Jahren gewachsen, sondern das sind Problembereiche, die sich über Jahrzehnte angehäuft haben“, betonte der FPÖ-Wehrsprecher.

„Auch darf nicht vergessen werden, dass das Museum über 1,2 Millionen unterschiedliche Objekte, von Panzern über Geschütze bis zu Kleinobjekten, zu betreuen hat – und dies nicht nur im Stammhaus, sondern auch in vielen Depots und in Außenlagern. Daher gehe ich davon aus, dass die notwendigen Budgetmittel für die eingemahnte, nicht ausreichende Katalogisierung und Inventarisierung zur Verfügung gestellt werden. Ebenso erwarte ich mir, dass die ÖVP in dieser Frage standhaft bleiben wird und dieses Museum somit weiterhin im Verband des Landesverteidigungsministeriums verbleiben kann“, betonte Bösch.

„Es ist davon auszugehen, dass ÖVP-Verteidigungsministerin Tanner Direktor Ortner wiederbestellt, damit er an der Weiterentwicklung des Heeresgeschichtlichen Museums mitarbeiten kann. Mit diesem neuen Konzept wird sicher ein vernünftiges Militärmuseum auf die Beine gestellt werden können, das unsere militärische Geschichte nicht beschönigt und auch nichts verschweigt. Unser Ziel ist es auch, dass das HGM nicht zu einer zeitgenössischen Rumpelkammer verkommt“, stellte Bösch klar.

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