Nicht gemachte Tests erhöhen Ansteckungsgefahren – niedergelassene Ärzte und mobile Dienste mit Schutzmasken ausstatten

Klagenfurt (OTS) „Uns erreichen immer wieder Beschwerden, dass Amtsärzte Corona-Abstrichtests trotz verdächtiger Symptome ablehnen. Es sind offenbar neue Anweisungen des Gesundheitsministeriums an Amtsärzte nötig, dass sie im Zweifel immer testen“, fordert der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann.

Er nimmt dabei Bezug auf einen konkreten Fall. „Ein Kind hatte intensiven Kontakt zu einer infizierten Person und entwickelte Symptome (Husten, hohes Fieber), die im Zusammenhang mit dem Vorkontakt auf eine Ansteckung mit dem Corona-Virus hindeuten. Trotzdem verweigerte die zuständige Amtsärztin den von den Eltern dringend erbetenen Corona-Test. Diese Entscheidung ist unverständlich, weil sie gefährliche Folgen haben kann. Der Vater des Kindes hat aufgrund der nicht abgeklärten Situation keinen triftigen Grund gegenüber seinem Dienstgeber, seiner Arbeit in einem Produktionsbetrieb fernbleiben zu dürfen. Ein nicht gemachter Test, eine unterlassene Abklärung schaffe in einer Kettenreaktion die Gefahr, dass andere Personen angesteckt werden“, kritisiert Darmann.

Er verlangt daher eine neue Strategie der Gesundheitsbehörde. In jedem Zweifelsfall muss getestet werden, damit Klarheit besteht und vermeidbare Infektionsrisken verhindert werden“, so Darmann, der auch darauf hinweist, dass die Weltgesundheitsorganisation dringend appelliert hat, die Zahl der Tests deutlich zu erhöhen. Denn man könne, so WHO-Chef Ghebreyesus, ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen.

Große Probleme sieht Darmann auch wegen fehlender bzw. nicht verteilter Schutzmasken. „Es ist untragbar, dass niedergelassene Ärzte, die ein großes Ansteckungsrisiko haben, nicht mit ausreichend Schutzmasken ausgestattet werden. Wenn die Krankenkassen offenbar zu wenig vorgesorgt haben, müsse das Land einspringen und das Material zur Verfügung stellen“, verlangt Darmann.
Mit Sorge beobachtet er auch, dass die rund 1.500 mobilen Pflegekräfte in Kärnten keine Schutzmasken bekommen haben. „Das ist angesichts des großen Risikos der Pflegebedürftigen (hohes Alter plus Vorerkrankungen) unverständlich“, warnt Darmann abschließend.

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