Allein in Oberösterreichs Spitälern wurden 2021 1,38 Millionen Überstunden geleistet, auf Urlaub wurde verzichtet – FPÖ verlangt die Auszahlung mit Zuschlägen

Wien (OTS) „Die Schinderei und Entbehrung muss endlich auch eine finanzielle Abgeltung erfahren – Dank allein ist zu wenig!“, so heute der Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses und FPÖ-Gesundheitssprecher NAbg. Mag. Gerhard Kaniak. „Sage und schreibe 3,13 Millionen Stunden haben Ärzte und Pflegepersonal mehr geleistet, was einem Pensum von 140 Stunden pro Dienstnehmer im Jahr 2021 entspricht. Allein in Oberösterreichs Spitälern wurden 1,38 Millionen Überstunden geleistet. Dass Urlaub und Zeitausgleich nicht konsumiert werden konnten, belastete die Mitarbeiter zusätzlich massiv. Sie haben sich daher eine Auszahlung der Überstunden mit entsprechenden Zuschlägen für diesen Knochenjob redlich verdient! Mit der raschen Vergütung ist auch den von der Teuerung besonders betroffenen Pflegekräften und Hebammen schnell geholfen“, betonte der Freiheitliche.

Die Zahlen zeigen eine chronische Unterbesetzung im Gesundheitsbereich auf: „Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass die Stellen unzureichend besetzt sind. Die Rechnung zeigt, dass die Arbeitsleistung von 1.000 Ärzten und Pflegern vom bestehenden Personal mehr erbracht wurde. Die Gesundheitskrise hat somit der untätig gebliebenen schwarz-grünen Regierung einmal mehr Ärztemangel und Pflegenotstand vorgeführt. Anstatt über Geheimverträge die Pharmakonzerne mit Milliarden Euro für überflüssigen und verfallenden Impfstoff zu bedenken, sollte endlich am Personal angesetzt werden – sie sind es schließlich, die die Österreicher betreuen, pflegen und heilen“, betonte Kaniak.

„Die Attraktivierung der Pflege ist eine Farce. Ebenso zeigt sich dieses Bild bei den Kassenverträgen. Wer gute und für die Gesellschaft wichtige Arbeit leistet, gehört anständig entlohnt. Unter diesen Umständen und den Arbeitsbedingungen, oft fernab jeglicher Dienstvorschrift, ist es weiter kein Wunder, dass das Interesse für Berufseinsteiger ausbleibt und Ärzte privat praktizieren. Es ist ein Witz, wie einerseits Steuergeld für Impfdosen verschleudert wird, die verschenkt im Ausland entsorgt werden und gleichzeitig das Personal erschöpft und ohne Anerkennung zurückgelassen wird. Diese Regierung zeigt vor, wie man eine ehemals vorbildliche Gesundheitsversorgung komplett ruinieren kann“, so Kaniak.

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