Graz (OTS) Freiheitliche kritisieren heute bekanntgewordene Entscheidung der Landesregierung hinsichtlich Kaufs einer neuen Liegenschaft für umstrittenes Prestigeprojekt; FPÖ verlangt einmal mehr Aufwertung der bestehenden Spitäler im Bezirk Liezen und kündigt umfassende Anfrage zu Hintergründen des Grundstückskaufs an.

Laut heutiger medialer Berichterstattung hat Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß bestätigt, ein alternatives Grundstück für den Bau des Zentralspitals Liezen erworben zu haben. Es soll sich um eine sechs Hektar große Liegenschaft in Stainach-Pürgg handeln. Der Steuerzahler wird alleine für den Kauf 2,6 Millionen Euro berappen müssen. Zur Erinnerung: Bereits die Grundstückssuche verursachte Kosten in beträchtlicher Höhe. Immerhin wurden auf der vom ehemaligen Gesundheitslandesrat Drexler favorisierten Liegenschaft kostspielige Bodenuntersuchungen durchgeführt und Vorverträge abgeschlossen. Des Weiteren ist den Medienberichten zu nehmen, dass sich der Zeitplan für das Zentralisierungsprojekt um zwei Jahre verschiebt und die Baufertigstellung somit für 2027 anvisiert ist. Bei ihrer heute verkündeten Entscheidung lässt die Gesundheitslandesrätin völlig außer Acht, dass sich im April 2019 rund zwei Drittel der Liezener Bürger mittels Volksbefragung gegen die Schließung der bestehenden Standorte zulasten eines Neubaus auf der grünen Wiese ausgesprochen hatten. „Während die Bundesregierung neuerliche Restriktionen mit Kapazitätsproblemen im Krankenhausbereich argumentiert, holt die steirische Landesrätin Bogner-Strauß zum großen gesundheitspolitischen Kahlschlag in der Obersteiermark aus. Mit der heute verkündeten Entscheidung will die schwarze Gesundheitslandesrätin die Schließung der bestehenden drei Spitäler endgültig besiegeln, wobei sie die Rechnung ohne den Wirt – nämlich der Liezener Bevölkerung und dem Landtag – gemacht hat. Wir Freiheitliche werden mit einer Kaskade von Anfragen die bisherigen Kosten und die Beweggründe der nunmehrigen Grundstücksauswahl landesparlamentarisch zerlegen. Landesrätin Bogner-Strauß kann sich auf heftigen politischen Widerstand gegen ihre Schließungs- und Zentralisierungsfantasien gefasst machen. Die FPÖ setzt sich weiterhin für eine Weiterentwicklung und Spezialisierung der bestehenden Krankenhausstandorte in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming ein, zumal eine Schließung dieser Einrichtungen auch zu einer massiven Bettenreduktion führen würde“, so FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller in einer ersten Reaktion.

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