Patientenaussperrung darf keine Nachteile für Angestellte bedeuten

Wien (OTS/ÖGB) „Dass AllgemeinmedizinerInnen in Wien, in Kärnten und im Burgenland heute ihre Praxen geschlossen halten, bedeutet eine Leistungsverweigerung im Eigeninteresse, die zu Lasten kranker Menschen geht. Unter einem Streik verstehe ich etwas anderes als eine Aktion Selbstständiger, ihre Verträge gegenüber der Versichertengemeinschaft einen Tag lang nicht zu erfüllen, wenige Monate vor ihren Ärztekammerwahlen 2017“, kommentiert Michael Aichinger, Vorsitzender der FSG in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): „Die PatientInnen können sich in allen drei vom Hausärzte-Protest betroffenen Bundesländern auf die Ambulatorien und Einrichtungen der Gebietskrankenkassen verlassen.“++++

Darüberhinaus sei es nicht zu akzeptieren, wenn der heutige Protest auch Nachteile für Beschäftigte in den Arztpraxen mit sich bringe, erinnert Aichinger. Die Angestellten sind nicht dazu verpflichtet, heute einen Urlaubstag oder Zeitausgleich zu konsumieren. Entfällt ihre Arbeitsleistung, weil die Praxen geschlossen bleiben, bleibt der Entgeltanspruch für die Beschäftigten aufrecht – nicht die Angestellten verhindern die Arbeitsleistung, sondern die Arbeitgeber. „Bei allem Verständnis dafür, politische Forderungen zu verstärken – dafür gibt es geeignetere Mittel und Wege, als Patientinnen und Patienten einen Tag lang in der Bundeshauptstadt und in zwei weiteren Bundesländern von der hausärztlichen Versorgung auszusperren“, so Aichinger abschließend.

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