Neue Studie bestätigt: Wechselnde und lange Arbeitszeiten machen krank

Wien (OTS/ÖGB) Augenscheinlich versuchen jetzt einige Unternehmer, eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit mit der massiven Unterstützung von VP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz durchzusetzen. So hat der oberösterreichische KTM-Chef Stefan Pierer etwa angekündigt, die Wahlkampfspenden, die bis Ende Juli für Kurz eingehen, zu verdoppeln. Pierer ist einer jener Industriellen, die gerne die Sozialpartnerschaft als „Sargnagel“ bezeichnen oder öffentlich bekennen, dass sie die Arbeitszeitgrenzen massiv überschreiten. Für die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Produktionsgewerkschaft (FSG/PRO-GE) zeigt dies eindeutig, dass die sogenannte „Neue Volkspartei“ am Gängelband der Industrie hängt und Rechte der ArbeitnehmerInnen künftig beschnitten werden sollen. „Wir warnen eindringlich vor einem generellen Zwölf-Stunden-Tag. Dieser muss auch künftig die Ausnahme bleiben. Einen Blankoscheck dafür wird es von den Gewerkschaften nicht geben“, sagt FSG/PRO-GE-Vorsitzender Günther Goach.

Die FSG/PRO-GE kritisiert, dass Arbeitgeber gerne mehr Flexibilität und längere Arbeitszeiten einfordern. Wenn es aber darum geht, dass auch ArbeitnehmerInnen über ihre Arbeitszeit mitbestimmen, bringen die Unternehmen nicht die geringste Flexibilität auf. Dabei zeigen alle Studien, dass lange und wechselnde Arbeitszeiten Beschäftigte ständig unter Zeitdruck setzen und krankmachen. Zuletzt machte eine aktuelle Studie im Auftrag von Sozialminister Alois Stöger deutlich: Unregelmäßige und über 40 Wochenstunden hinausgehende Arbeitszeiten sind schlecht für die Leistungsfähigkeit und erhöhen die Burnout-Gefährdung. „Flexibilität bei den Arbeitszeiten hat klare Grenzen: Nämlich dort, wo die Menschen dadurch krank werden“, sagt Goach abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

FSG-Presse
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
Tel.: 01 53 444 – 39 080
Web: www.fsg.or.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.