Fundraising Verband beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Vorschriften für Steuerpflichtige, die schon ab Anfang 2017 gelten.

Wien (OTS) „Die wesentliche Änderung bei der Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass künftig nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die Spendendaten an die Finanzbehörden weitergeben muss“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Neben der Spendenhöhe benötigen die Organisationen auch den genauen Namen sowie das Geburtsdatum. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen.

Lutschinger rät den Spenderinnen und Spendern, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit nicht entgehen zu lassen: „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr zu bezahlen! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“ Damit die Spenderinnen und Spender gut gerüstet ins neue Jahr gehen, fordert der Fundraising Verband eine rasche und breit angelegte Informationskampagne für die Bevölkerung. Immerhin wissen laut einer aktuellen Umfrage acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht über die geplanten Änderungen Bescheid.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) hat die fünf wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Spendenabsetzbarkeit NEU zusammengestellt:

1. Was ist neu ab 2017?

Ab 1. Jänner 2017 geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.

2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?

Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich geltend machen will, der muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Namen so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel lautet. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt, aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist, erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.

3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?

Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (www.bmf.gv.at). Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar.

4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?

Bitte beachten Sie, dass heuer bei der Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln gelten. Für Ihren Steuerausgleich für das Jahr 2016 bedeutet dies, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden noch selbst an das Finanzamt melden müssen.

5. Wie kann ich kontrollieren, welche Spendenhöhe von der von
mir unterstützten Organisation ans Finanzamt gemeldet wurde?

Haben Sie einen FinanzOnline-Zugang im Internet? Dann können Sie dort ab März des Folgejahres (also für 2017: ab März 2018) die für Sie angegebene Spendensumme einsehen. Haben Sie keinen FinanzOnline-Zugang, so können Sie Ihren steuerlich absetzbaren Spendenbetrag in Ihrem Steuerbescheid einsehen.

Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde in Österreich im Jahr 2009 eingeführt. Der Gesetzgeber beabsichtigt damit, für die Österreicherinnen und Österreicher das Spenden attraktiver zu machen. Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich mittlerweile jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen derzeit diese Möglichkeit (Stand: 2016). Ab 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden

Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Günther Lutschinger
Fundraising Verband Austria
T: 01/276 52 98-22, E: presse@fundraising.at



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