Hunderte Unternehmer werden von NÖ-Anwalt zu Vergleichszahlungen aufgefordert

Wien (OTS) Dieser Tage melden sich hunderte Unternehmer, die von einem Anwalt aus Groß Enzersdorf zu Vergleichszahlungen in Höhe von 190 Euro aufgefordert werden. Sie hätten – so der Vorwurf – auf ihrer Homepage kostenlose Google-Schriften verwendet, die die IP-Adressen von Besuchern zum Google-Server weiterleiten, um diese Schriften auch auf den Geräten der Besucher anzeigen zu können. Eine Klientin, die es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, auf Firmenwebsites diese Google-Schriften zu suchen, sehe dadurch ihre Rechte verletzt und verlange nun Schadenersatz für die erlittene ideelle Kränkung.

„Das ist ein Geschäftsmodell, das einzig dazu dient, schnelles Geld zu machen, das man via Anwalt von Unternehmern abpressen will“, ist der Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Niederösterreich, Bundesobmann-Stv. Reinhard Langthaler empört. Viele Firmen wüssten um diesen Umstand auf ihrer Seite gar nicht Bescheid, da sie diese von Homepage-Experten herstellen liessen. Die Betriebe hätten mit Corona-Maßnahmen, Fachkräfte-Mangel, unterbrochenen Lieferketten und explodierenden Energiepreisen schon genug Probleme, als sich auch noch mit Abzockern herumzuärgern.

Gut sei, dass die WKO über das Vorgehen Bescheid wisse und schon signalisiert hat, ‚Musterprozesse nicht auszuschließen‘. Langthaler fordert die WKO nun auf, ihre Aufgabe als Standesvertretung wahrzunehmen und einen solchen Musterprozess auszufechten und gegebenenfalls eine Sammelklage gegen den Anwalt und seine Klientin anzuführen. Aktuell stehe nämlich jedes betroffene Unternehmen alleine da und müsse für sich kämpfen. „Mit der geballten Kraft der WKO im Rücken würde die Sache schon anders aussehen. Solchen Machenschaften darf man keinen Millimeter nachgeben, sondern muss einen Präzedenzfall schaffen, der andere Abzocker gar nicht mehr auf die Idee kommen lässt, Ähnliches zu versuchen“, gibt sich Langthaler kämpferisch und erwartet nun von der WKO entschlossenes Handeln.

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