Bunderegierung macht Erlaubnis, heiraten zu dürfen, abhängig von der Entwicklung der Zahlen

Wien (OTS) In der heutigen Sitzung der WK-NÖ, Fachgruppe Gastronomie, kam rasch die Sprache auf die knapp 10.000 Hochzeiten, die in Niederösterreich dieses Jahr anstehen – österreichweit sind es rund 40.000. „Durch den Überhang, der aus den Stornos und Verschiebungen des Vorjahres entstanden ist, wären es heuer sogar deutlich mehr“, weiß Andreas Hufnagl, Mandatar der Freiheitlichen Wirtschaft in der Fachgruppe Gastronomie der WK-NÖ und Gastgeber in der Hochzeitslocation `Matrimonium Kollnbrunn´.

Hufnagl fragte in der Sitzung, warum trotz ausgearbeiteter Sicherheitskonzepte und zahlreichen zusätzlichen Auflagen, die in den Verordnungen für die Gastronomie bereits angekündigt sind, Hochzeiten erst für 1. Juli in Aussicht gestellt werden und nicht schon für 1. Juni. „Damit zieht man einen Lockdown künstlich in die Länge, ohne irgendeinen Nutzen für die Corona-Bekämpfung zu ziehen“, stellt Hufnagl klar.

Die Antwort war ernüchternd: Zum ersten wehre sich das Gesundheitsministerium vehement gegen Selbsttests, Tests vor Ort auch durch berechtigte Institutionen und gegen Hochzeiten im Allgemeinen. Außerdem wolle man einmal abwarten, wie sich die ersten Öffnungsschritte entwickeln und dann – also irgendwann im Juni – bekanntgeben, ob und wann man gedenke, Hochzeiten zu erlauben. „Das bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen – denn damit haben wir genau das gleiche Chaos wie letztes Jahr: Keine Planungsunsicherheit und kurzfristige Entscheidungen, die uns für die langen Vorlaufzeiten bei Hochzeiten nicht weiterhelfen“, kritisiert Hufnagl.

„Diese Entscheidungsunfähigkeit wirkt sich fatal auf die ganze Branche aus“, weiß der Obmann der FW-Niederösterreich, Reinhard Langthaler. An jeder Hochzeit hängen zehn bis fünfzehn Dienstleister, die durch Absagen und Verschiebungen betroffen sind. „Hochzeiten sind ein Saisongeschäft. Mai, Juni und vielleicht auch noch im Juli Hochzeiten zu verbieten, trifft zigtausende Unternehmer, die sehnsüchtig auf den Saisonstart gewartet haben, mitten ins Herz. Im Kampf ums Überleben ist das ein herber und nicht nachvollziehbarer Rückschlag“, so Langthaler. Dass der 1. Juli als Saisonstart nicht verlässlich sei, verunsichere nun alle Brautpaare und die Gewerbetreibenden gleichermaßen.

Positiv möchte Hufnagl die Entwicklung der Zulassung von Selbsttests erwähnen. Die Freiheitliche Wirtschaft hat schon im Februar gefordert, als Übergangslösung Selbsttests zum Eintritt in sämtliche Unternehmen vom Friseur bis zum Fitnessstudio breit zuzulassen. „An diesem Konzept wird offebar aktuell gearbeitet. Die Wirtschaftskammer rechnet damit, dass ein elektronisches System mit QR-Code zur Beglaubigung negativer Testergebnisse zur Gastro-Öffnung im Mai zur Anwendung kommen kann“, so Hufnagl.

Die Freiheitliche Wirtschaft hat ihr Sicherheitskonzept für Hochzeiten der Öffnungskommission übermittelt und wartet auf Antworten von offizieller Stelle. „Wir kämpfen weiter und hoffen auf rasche Lösungen, die Sicherheit für alle bieten“, so Langthaler abschließend.

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