Durch künstliche Knappheiten, steigende Rohstoffpreise, Kurzarbeit und zu hohen Lohnnebenkosten droht sektorale Hyperinflation

Wien (OTS) Alarm schlägt der Bundessprecher der Freiheitlichen Wirtschaft für Handwerk und Gewerbe, René Schachner MSc, angesichts der Entwicklungen der Rohstoffpreise und Knappheiten in zahlreichen heimischen Branchen. So sind etwa die Rohstoffpreise für stahlverarbeitende Betriebe innerhalb weniger Wochen um 50 % und mehr gestiegen. Die Übersee-Frachtkosten sind explodiert – sofern man überhaupt einen Container bekommt. Der Kupferpreis hat sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt, Styropor – ein Abfallprodukt der Kerosinproduktion – wird teurer, weil wegen Corona weniger geflogen wird. Bei Holz aus heimischer Produktion dafür sind es künstliche Knappheiten, die den Preis hochtreiben. „Wenn die Bundesregierung nicht schnellstens gegensteuert, droht eine sektorale Hyperinflation bei Baustoffen, Rohstoffen für die Produktion von Konsumgütern und letztendlich bei den Preisen für den Endverbraucher“, warnt Schachner vor weiteren Hürden für den Wirtschaftsstandort Österreich.

„Während zahlreiche Faktoren nicht im Einflussbereich Österreichs liegen, weil z.B. drei Viertel der Stahlproduktion in Asien stattfinden, gibt es doch mehrere Schrauben, an denen die Bundesregierung drehen kann, um die auf uns zukommende Verteuerung und den daraus resultierenden weiterenm Wirtschaftseinbruch abzuwenden“, erklärt Schachner.

  1. Das Modell der Kurzarbeit muss neu bewertet werden. Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit, obwohl die Auftragsbücher voll sind. Das erzeugt künstliche Knappheiten z.B. in der heimischen Holzproduktion.
  2. Die Exportförderungen müssen dahingehend überprüft werden, ob es denn tatsächlich Sinn macht, den Export von Rohstoffen und Gütern mit Steuergeld zu fördern, während sie im eigenen Land knapp werden.
  3. Es benötigt jetzt eine Erstellung von Investitionsförderungen für den heimischen Produktions- und Absatzmarkt. Diese können direkte und indirekte Förderungen von betrieblichen und privaten Investitionen (etwa Bau) betreffen, aber ebenso ein Überdenken der Mehrwertsteuer auf bestimmte Produkte und eine Neubewertung der Lohnnebenkosten.
  4. Belastungspakete wie einer Erhöhung der NoVA und Abschaffung der NoVA-Befreiung für betriebliche Kleintransporter seien das Kontraproduktivste, was einer Bundesregierung in Krisenzeiten einfallen könnte. „Dieser Unfug muss sofort abgestellt werden!“, fordert Schachner.

„Österreich ist ein Land mit exorbitant hohen Produktions- und Lohnkosten. Hier darf es keine Denkverbote mehr geben, den Produktionsstandort Österreich im internationalen Vergleich wieder attraktiv zu machen“, stellt Schachner klar. Niemand hätte etwas davon, wenn Österreich weiter den EU-Musterschüler in allen Belangen mime, dadurch aber Produktionen, Knowhow und damit Wertschöpfung ins Ausland abfließen würden, während unsere Fachkräfte sich beim AMS anstellen. „Um Östererreich für die Zeit nach der Krise zu wappnen, muss die Bundesregierung jetzt die richtigen Maßnahmen setzen. Eine Ansammlung von Überschriften ohne Inhalt unter dem Titel `Comeback-Plan´ wird zu wenig sein“, warnt Schachner abschließend.

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