BÜNDNIS FÜR GEMEINNÜTZIGKEIT fordert Umsetzung der Vorhaben im Regierungsübereinkommen zur Förderung der Gemeinnützigkeit und des ehrenamtlichen Engagements.

Wien (OTS) Ab morgen Donnerstag können Non-Profit Organisationen (NPOs), die auch im ersten Halbjahr 2021 noch Einnahmenausfälle auf Grund der Covid-19 Pandemie zu verzeichnen hatten, wieder Anträge auf Zuschüsse aus dem NPO Fonds stellen.

An die 490 Millionen Euro wurden seit Juli letzten Jahres aus diesem Topf bereits an rund 22.000 gemeinnützige Organisationen ausbezahlt und haben ihr Überleben gesichert. Unterdessen wächst bei ihren Interessenvertreter*innen die Ungeduld mit der schleppenden Umsetzung des Regierungsprogramms, soweit es ihren Sektor betrifft.

Im Jänner 2020 war die Freude bei den Gemeinnützigen groß, als sie feststellten, dass die neue Regierung viele ihrer Vorschläge zur Förderung zivilgesellschaftliche Engagements und gemeinwohlorientierter Arbeit in ihr Arbeitsprogramm übernommen hatte.

18 Monate später ist die Freude der zunehmenden Frustration gewichen, denn es scheint sich zu bewahrheiten, dass “Papier geduldig ist”. Von den rund 20 Vorhaben im Regierungsprogramm wurde erst eines umgesetzt und auch das nur teilweise: in letzter Minute konnte im Dezember verhindert werden, dass die 2016 eingeführte steuerliche Begünstigung von Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen mit Jahresende ausläuft. Sie wurde um ein Jahr verlängert.

Die durch die Covid-19 Pandemie ausgelöste Krise und deren notwendige Bewältigung durch die Regierung reicht den Gemeinnützigen nur bedingt als Entschuldigung: Während bei den Profit-Unternehmen inzwischen die Rede vom notwendigen “Come-back” und Investitionen in Digitalisierung, Ökologisierung und Aus- und Weiterbildung ist, fehlen die Non-Profit Organisationen völlig bei diesen Überlegungen., konstatiert Franz Neunteufl, Sprecher des 2016 gegründeten BÜNDNIS FÜR GEMEINNÜTZIGKEIT.

Er führt als Beweis den inzwischen von der EU bestätigten Corona-Aufbauplan der Regierung an. Ein im März vom BÜNDNIS eingebrachter Vorschlag an das Bundeskanzleramt, 10 Mio. Euro aus dem mit 3,5 Mrd. Euro dotierten Aufbaufonds zur Stärkung des gemeinnützigen Sektors und des Ehrenamts zu verwenden, war der Regierung bis heute keine Antwort wert.

Schöne Worte, wie wichtig freiwilliges Engagement für den Aufrechterhalt vieler sozialer Dienste und den Zusammenhalt der Gesellschaft ist, haben wir zuletzt genug gehört. Jetzt ist es an der Zeit, ihnen auch konkrete Taten folgen zu lassen., so Neunteufl weiter.

Aber er und seine Kolleg*innen vom BÜNDNIS FÜR GEMEINNÜTZIGKEIT haben die Hoffnung nicht aufgegeben: Wenn jetzt auf Initiative von Bundesminister Faßmann eine neue Stelle bei der Statistik Austria eingerichtet werden soll, um Daten aus öffentlichen Stellen und der Verwaltung zusammenzuführen, dann sollte es eigentlich auch möglich sein, endlich das Vorhaben im Regierungsprogramm umzusetzen und die Statistik Austria damit zu beauftragen, auch die wirtschaftliche Bedeutung von gemeinnütziger und freiwilliger Arbeit sichtbar zu machen.

Offenbar reiche es nicht ‘Gutes zu tun’, sondern man müsse es auch mit Zahlen beweisen können, damit es zu einer Gleichbehandlung von Profit- und Non-Profit Unternehmen durch die Regierung kommt, so Neunteufl abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Franz Neunteufl, M: 0664 5747584; E: kontakt@buendnis-gemeinnuetzigkeit.at

Im BÜNDNIS FÜR GEMEINNÜTZIGKEIT sind 19 Verbände und Netzwerke mit mehr als 3.000 gemeinnützigen Vereinen, Stiftungen und sozialen Unternehmen aus den Bereichen Bildung, Soziale Wohlfahrt, Beschäftigung, Inklusion, Jugend, Kultur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit zusammengeschlossen.

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