Viele Menschen sind in der Corona-Krise auf die Unterstützung von Nonprofit-Organisationen angewiesen – Doch die geraten durch die Pandemie selbst unter Druck

Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig gemeinnützige Organisationen für den Schutz und Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind. Wir können dankbar sein, einen so gut organisierten gemeinnützigen Sektor in Österreich zu haben. Tagtäglich werden Menschen unterstützt, diese Pandemie bestmöglich zu überstehen. Nun müssen die Verantwortlichen in der Politik sicherstellen, dass auch dieser Sektor gut durch die Corona-Krise kommt, um auch weiterhin so gute und wichtige Arbeit leisten
zu können”.

IGO Geschäftsführer Franz Neunteufl

Wien (OTS) Wegen der Corona-Krise sind psychologische Beratung und Hilfsangebote durch Gemeinnützige rund um Ostern besonders gefragt. Die Telefone von Rat auf Draht bei SOS Kinderdorf laufen heiß. Auch Gewaltschutzeinrichtungen haben wegen des Anstiegs häuslicher Gewalt noch mehr zu tun als sonst. Um die Versorgung älterer Menschen und anderer Risikogruppen sowie Obdachloser weiterhin sicherstellen zu können, mussten sich gemeinnützige Wohlfahrtsträger schnell an die neuen Gegebenheiten anpassen und ihre Leistungen unter deutlich erschwerten Bedingungen erbringen.

Fehlende Schutzausrüstung, hohe Kosten für Umstrukturierungen, der Wegfall von Spenden, Veranstaltungserlösen und wirtschaftlichen Erträgen sind große Herausforderungen für die Helfenden. Die erwarteten Verluste im Nonprofit-Sektor werden laut Univ.Prof. Michael Meyer von der Wirtschaftsuniversität Wien mehrere hundert Millionen Euro betragen – eine Zahl, die durch eine von der IGO diese Woche durchgeführte Mitgliederbefragung bestätigt wird.

IGO Geschäftsführer Franz Neunteufl: “Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig gemeinnützige Organisationen für den Schutz und Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind. Wir können dankbar sein, einen so gut organisierten gemeinnützigen Sektor in Österreich zu haben. Tagtäglich werden Menschen unterstützt, diese Pandemie bestmöglich zu überstehen. Nun müssen die Verantwortlichen in der Politik sicherstellen, dass auch dieser Sektor gut durch die Corona-Krise kommt, um auch weiterhin so gute und wichtige Arbeit leisten zu können”.

Dafür braucht es, so Neunteufl weiter, (1) eine Garantie, dass Förder- und Leistungsvereinbarungen zu 100 % erfüllt werden – auch wenn die Leistungen jetzt nicht in vollem Umfang erbracht werden können, (2) genauso wie für Profit-Unternehmen: rasche Soforthilfe aus dem schon vor einem Monat vom Nationalrat beschlossenen Härtefallfonds und (3) weitere Mittel aus dem Corona Hilfsfonds, um das Überleben der Organisationen und die 250.000 Arbeitsplätze im NPO-Sektor zu sichern.

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DI Franz Neunteufl, T: 06645747584, E: franz.neunteufl@gemeinnuetzig.at



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