Ausgezeichnet wurden Initiativen für vulnerable Bevölkerungsgruppen

Wien (OTS) Der European Health Leadership Award (EHLA) ist eine Anerkennung von herausragenden Leistungen von Akteur*innen, die einen wichtigen Beitrag zum Schutz oder der Verbesserung der Gesundheit von Bevölkerungen leisten. Der EHLA wird jährlich gemeinsam vom European Health Forum Gastein und dem österreichischen Gesundheitsministerium vergeben. Die Preisverleihungszeremonie fand pandemiebedingt am 2. September 2021 im kleinen Kreis im Sozialministerium statt.

2020 richtete sich die Ausschreibung des Awards an Non-Profit-Organisationen sowie Einzelpersonen, die in Österreich tätig sind, und eine herausragende Leistung im Kampf gegen COVID-19 erbracht haben. Von 16 österreichweiten Bewerbungen wurden zwei Gewinner ausgezeichnet: Christoph Pammers „Grazer Telefon-Kette gegen COVID-19“, die Angehörige von Hochrisikogruppen über Infektionsrisiken und Schutzmaßnahmen aufklärte, sowie AmberMed, eine Einrichtung des Diakonie Flüchtlingsdienstes, die seit Beginn der Pandemie telemedizinische Konsultationen für unversicherte PatientInnen anbietet.

In seiner Willkommensrede betonte der Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein: „Während der COVID-19 Krise ist uns allen die Notwendigkeit von gesellschaftlichem Zusammenhalt, von Solidarität und Kooperation vor Augen geführt worden. Wir sitzen alle in einem Boot und müssen gemeinsam Verantwortung füreinander übernehmen. Vor allem aber können wir Corona nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung besiegen. In diesem Sinne haben Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in den vergangenen eineinhalb Jahren auch gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Aber insbesondere auch die Zivilgesellschaft, Non-Profits und die Freiwilligenarbeit haben eine große und mutige Rolle im Kampf gegen die Pandemie gespielt. Ich möchte den ausgezeichneten Initiativen für ihr Engagement danken.“

Unterstützung für vulnerable Bevölkerungsgruppen

Die Pandemie hat aufgezeigt, dass ein gemeinsames Handeln und insbesondere eine gelebte Solidarität gegenüber vulnerablen Bevölkerungsgruppen Schlüsselfaktoren für eine funktionierende Gesellschaft in Krisensituationen darstellt.

Die Gewinner des Austrian Health Leadership Awards 2020 widmen ihre Arbeit diesen Gruppen und erhielten ein Preisgeld in der Höhe von insgesamt €10.000.

Während der Preisverleihung zeigte sich Dorli Kahr-Gottlieb, Generalsekretärin des EHFG, beeindruckt von den Gewinnern: „Wir freuen uns, zwei innovativen Initiativen aus dem Nonprofit-Bereich unseren Leadership-Preis zu verleihen, die im letzten Jahr während des ersten nationalen Lockdowns erkannt haben, welche Menschen Unterstützung am nötigsten haben. Sie haben ihre Strategie den Umständen angepasst und mittels digitaler Hilfsmittel für die Versorgung vulnerabler Gruppen in der Krise gesorgt und damit wesentlich zur Verbesserung ihrer Situation beigetragen.“

Die Gewinnerprojekte

AmberMed, eine seit 2004 bestehende Einrichtung des Diakonie Flüchtlingsdienstes, hat mit Beginn der Pandemie telemedizinische Konsultationen für unversicherte PatientInnen eingerichtet. Neben der telemedizinischen Versorgung hat AmberMed außerdem eine Termin-Ordination und eine eigens errichtete Infektordination angeboten, in der Infektionskrankheiten wie die saisonale Grippe, Lungenentzündung und Angina medizinisch versorgt werden können.

Der zweite Gewinner, Christoph Pammer, Sozialarbeiter im Primärversorgungszentrum MEDIUS in Graz und Epidemiologe, hatte mit Beginn des Lockdowns in Österreich im März 2020 die Befürchtung, dass Menschen aus finanziell schwachen Familien und mit gesundheitlichen Vorerkrankungen einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und weniger Zugang zu wichtigen Informationen haben. Das Projekt «Grazer Telefon-Kette gegen COVID-19“ zielte deshalb darauf ab, Angehörige der Hochrisikogruppen während des Shutdowns zu Hause zu erreichen und in einem persönlichen Telefonat über Infektionsrisiken und Schutzmaßnahmen aufzuklären.

Über das European Health Forum Gastein

Das European Health Forum Gastein (EHFG) wurde 1998 als Europäische Gesundheitspolitikkonferenz gegründet. Ziel ist es, eine Plattform für alle Interessengruppen im Bereich des Gesundheitswesens und darüber hinaus zu bieten. Im letzten Jahrzehnt hat sich das EHFG als unverzichtbare Institution für die Europäische Gesundheitspolitik etabliert. Es hat entscheidend zur Entwicklung von Richtlinien und besonders zum grenzüberschreitenden Austausch von Erfahrung, Information und Kooperation beigetragen. Das diesjährige EHFG wird digital von 27. September bis 1. Oktober zum Thema „Rise like a phoenix – health at the heart of a resilient future for Europe stattfinden. www.ehfg.org

Fotos dazu finden Sie hier:

https://we.tl/t-PKWW5S6Lqs

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