Wien (OTS) Bundesminister Dr. Wolfgang Mückstein hat heute den 4. FrauenGesundheitsDialog eröffnet, der unter dem Motto „Beyond COVID-19. Frauengesundheit nach der Pandemie“ steht.

Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen, das zeigt sich u.a. in den Bereichen der Gendermedizin und der psychosozialen Gesundheit. Vor allem Armut, von der Frauen wesentlich stärker betroffen sind als Männer, wirkt sich negativ auf die Gesundheit und die Lebensdauer von Frauen aus.

Dazu kommt, dass Frauen öfter in prekären Arbeitsverhältnissen oder Teilzeit arbeiten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind sie stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, was ökonomische Abhängigkeiten verstärkt.

Mehrfachbelastungen durch Kinderbetreuung, Haushalt und Homeoffice belasten die psychische und körperliche Gesundheit von Frauen, während viele nicht die Zeit finden auf ihr eigenes Wohlbefinden zu achten.

„Die Pandemie war in vielen Bereichen ein Reality-Check. Wir haben gesehen, dass Frauen Österreich auf so vielen Ebenen durch die Krise getragen haben. Es muss sich etwas ändern, damit die Mehrfachbelastungen, die vor allem Frauen tragen, nicht zunehmend zum Gesundheitsrisiko werden. Auch Armut darf nicht darüber entscheiden, wie es um die eigene psychische und physische Gesundheit steht. Männer müssen stärker Betreuungsaufgaben übernehmen und Frauen damit entlasten. Geschlechterstereotype sind für Frauen einschränkend und belastend, sie schränken aber auch Männer ein. Dafür wollen wir sensibilisieren, mit dem Ziel „Beyond COVID-19“ Frauengesundheit nach der Pandemie zu stärken und ihre Chancen auf Gesundheit merkbar zu steigern. Gesundheit darf keine Frage des finanziellen Wohlstandes sein“, betonte der Minister abschließend.

Pandemie verstärkt Gewalt an Frauen

Aufgrund der aktuellen Frauenmorde ist das Thema Gewalt wieder verstärkt in die Öffentlichkeit gerückt. Gewalt ist einer der stärksten gesundheitlichen Risikofaktoren für Frauen, das geht von körperlichen Beeinträchtigungen bis zu oft schweren und langfristigen psychischen Erkrankungen. Gewalt beginnt bereits mit diskriminierenden und herabwürdigenden Bemerkungen und beeinflusst so das Selbstbild von Mädchen und Frauen in jeder Lebensphase. Im Aktionsplan Frauengesundheit ist Gewaltprävention als eigenes Wirkungsziel angelegt. Die geplanten Gewaltpräventionsprojekte des Sozialministeriums seien ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen.

Bundesminister Mückstein dazu: „Oberste Priorität hat der Opferschutz, und als Gesundheitsminister für mich die Gesundheit, in dem Fall der Frauen! Als Regierung müssen wir all jene Stellen stärken, die die Opfer männlicher Gewalt auffangen. Eines dürfen wir aber nicht vergessen: Wenn wir über die Opfer sprechen ist es schon zu spät, dann bekämpfen wir die Symptome der Männergewalt, aber wir gehen dem Problem nicht an die Wurzel. Das will ich nun ändern. Aus diesem Grund werde ich gemeinsam mit dem Dachverband ‚Männer-, Burschen- und Väterarbeit Österreich‘ eine umfangreiche Kampagne erarbeiten, die das Problem der Männergewalt und seine Wurzeln thematisiert.“

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