vida-Tusch: „Nur Unternehmen, die optimal ausbilden, bringen Tourismusbranche voran“

Wien (OTS/ÖGB) „Nach der Jammerei, dass es nicht genügend Personal gibt, sind jetzt offenbar die Lehrlinge dran“, kommentiert Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, den verbalen Rundumschlag des Hoteliers Helmut Fahrner in der heutigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung.

Verpflichtende Qualitätsstandards in der Berufsausbildung sind gefragt

„Die Leistungen und das Können unserer Lehrlinge sind unbestritten“, stellt der vida-Gewerkschafter klar. „Alleine die beeindruckenden Erfolge unserer Lehrlinge bei der EuroSkills 2016 in Schweden beweisen einmal mehr, dass Österreich mit seiner dualen Ausbildung auf der Gewinnerseite ist. Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen, sondern müssen die Ausbildung weiter optimieren. Es ist höchste Zeit, dass Qualitätsstandards in der Berufsausbildung verpflichtend verankert werden. Wir brauchen ein Qualitätsmanagement und Qualitätsnormen“, fordert Tusch. Die Berufsbilder im Tourismus werden derzeit gerade überarbeitet, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Entsprechende sozialpartnerschaftliche Gespräche sind im Frühjahr 2017 vorgesehen.

Bildet Branche ungenügend aus?

Als geradezu „entlarvend“ wertet Tusch die Aussage von Fahrner, dass Unternehmer ausgelernte Köche häufig erst fertig ausbilden müssen:
„Im Klartext heißt das, dass die Branche nicht ausbildet. Die Arbeitgeber müssen sich selbst an der Nase nehmen und überlegen, was hier schiefläuft. Wenn es offenbar nicht alle Unternehmen schaffen, beste Ausbildung anzubieten, dann brauchen wir dringend neue Lösungsansätze!“

Qualitativ hochwertige Ausbildung stellt Zukunft sicher

Lehrlinge werden oft als billige Arbeitskräfte missbraucht. Geringe Anerkennung und Wertschätzung sind schuld daran, dass die Leidenschaft und Begeisterung der Jugendlichen oft in Frust umschlagen, sagt Tusch: „Wir müssen den jungen Menschen wieder beste Bedingungen und eine hochwertige Ausbildung bieten. Deswegen ist es auch wichtig, dass Tourismus-Lehrlinge mehr Zeit in der Berufsschule bekommen. Wir verlangen eine Ausweitung auf zumindest zehn Wochen. Für die Zukunft gilt ganz klar: Nur wer qualitativ gut ausbildet, hilft der Branche nachhaltig.“

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