vida-Schwarcz: „Ball liegt jetzt bei der Wirtschaftskammer“

Wien (OTS) Um den stockenden Verhandlungen um eine mögliche Abschaffung der Ticketsteuer neuen Schwung zu verleihen, legt die Gewerkschaft vida einen neuen Lösungsvorschlag auf den Tisch. „Für uns war immer klar, dass eine geplante Senkung der Ticketsteuer mit einem Aufbau und einer Absicherung der Beschäftigung bei der AUA und am Flughafen einhergehen muss. Ein Teil der Ersparnisse für die Unternehmen soll daher in einen Sozial- und Weiterbildungsfonds fließen. Damit wird der Standort Wien massiv gestärkt und Beschäftigung wird erhalten. Für diese Ziele erwarten wir uns grünes Licht von der Wirtschaftskammer!“, so Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida.

Vorrang für Sicherheit und Beschäftigung

Mit dem Fonds verfolgt der Fachbereich Luftfahrt der Gewerkschaft vida klare Absichten, so Schwarcz: „Es geht etwa um das wichtige Thema Hebung der Sicherheit in der Luftfahrt. Mit dem Fonds sollen beispielsweise PilotInnen und FlugbegleiterInnen Ängste genommen werden. Im Falle eines unverschuldeten Lizenz- oder Arbeitsplatzverlustes können die sozialen Folgen und die arbeitsmarktpolitischen Kosten abgefedert werden.“ Der Sozial- und Weiterbildungsfonds kann die Beschäftigten etwa bei einer Umschulung auf ein anderes Fluggerät finanziell unterstützen. „So fliegt nicht immer die Angst im Nacken mit. Der Fonds bietet natürlich auch im Falle einer schweren Erkrankung eine wichtige Absicherung und soll möglichst allen Berufsgruppen in der Luftfahrt zugänglich gemacht werden”, sagt der vida-Gewerkschafter.

Mit dem Sozial- und Weiterbildungsfonds wird auch der Standort Österreich massiv aufgewertet, ist Daniel Liebhart, stellvertretender Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt, überzeugt: „Mit einem Schlag wäre er deutlich attraktiver für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber. Diese Aufwertung kann auch ein Rezept gegen die derzeit herrschende PilotInnenknappheit sein. Findet diese Berufsgruppe in Wien beste Arbeitsbedingungen gepaart mit hoher sozialer Absicherung vor, dann werden sich natürlich viele PilotInnen dafür entscheiden, in Österreich ihre Zelte aufzuschlagen, was wiederum den gesamten Wirtschaftsstandort stärken würde.“

Standortpaket muss her

„Wir erwarten uns, dass die Wirtschaftskammer in den kommenden Tagen auf uns zukommt und das Gespräch mit uns sucht, damit wir gemeinsam für den Standort kämpfen können. Am Ende soll ein Standortpaket inklusive einer Senkung bzw. Abschaffung der Ticketsteuer geschnürt werden. Die Kosten für den Sozialfonds würden nur einen kleinen Bruchteil der derzeitigen Kosten für die Ticketsteuer ausmachen. Darüber hinaus kann der Staat mit finanziellen Entlastungen rechnen, da zumindest ein Teil der Einnahmeausfälle aufgrund der Senkung oder Abschaffung der Ticketsteuer durch geringere Arbeitsmarktausgaben kompensiert wird“, so die vida-Gewerkschafter abschließend.

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