Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA pochen auf reale Einkommenszuwächse und erwarten harte KV-Verhandlungen in der Industrie

Wien (OTS) Das Motto für die diesjährige industrielle Lohn- und Gehaltsrunde im Frühjahr lautet: „Ein Danke wird nicht reichen!“ Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern höhere Löhne und Gehälter sowie kürzere Arbeitszeiten für die rund 120.000 ArbeitnehmerInnen in einigen wichtigen Industriebranchen des Landes. „Jetzt gilt es, die Wirtschaftsbelebung mit ordentlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen kräftig zu unterstützen. Es geht heuer um nachhaltig mehr Geld für die Arbeitnehmerinnen und nicht um eine Inflationsabgeltung“, stellen die gewerkschaftlichen Chefverhandler für die Elektro- und Elektronikindustrie (EEI), Rainer Wimmer (Gewerkschaft PRO-GE) und Karl Dürtscher (Gewerkschaft GPA) klar. Die EEI ist nach der Metallindustrie die zweitgrößten heimische Industriebranche.

Die Gewerkschaften und BetriebsrätInnen stellen sich jedenfalls in allen Industrie-Branchen auf harte Verhandlungen ein und schließen auch einen möglichen Einsatz von Kampfmaßnahmen unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen nicht aus. Bereits letzte Woche startete die Textilindustrie mit 12.000 Beschäftigten in den kollektivvertraglichen Verhandlungsreigen. Nun geht es Schlag auf Schlag. Es folgen in den nächsten Tagen und Wochen die Elektro- und Elektronikindustrie (50.000 Beschäftigte), die Papierindustrie (8.000 Beschäftigte) und die Chemische Industrie (45.000 Beschäftigte). Den Abschluss bildet traditionell der Glasindustriesektor mit den ersten Verhandlungen im Mai.

In zwei Tagen, am 11. März, überreichen die Gewerkschaften die Forderungen an die EEI-Arbeitgeber. „Die Industrie, und da vor allem die EEI-Unternehmen, sind mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Corona-Pandemie gut umgegangen und schon seit Monaten wieder auf einen stabilen Erfolgskurs eingeschwenkt. Das ist der Verdienst der ArbeitnehmerInnen, daher pochen wir bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen auf einen realen Einkommenszuwachs der Beschäftigten“, geben die beiden Chefverhandler Wimmer und Dürtscher die Marschrichtung vor. Zudem werden die Gewerkschaften kürzere Arbeitszeiten fordern. „Die Zielsetzungen hinter einer Arbeitszeitverkürzung sind die Absicherung von Arbeitsplätzen und die Schaffung von mehr Beschäftigung“, betonen Wimmer und Dürtscher abschließend.

KV-Starttermine im Überblick:

– 3. März: Textilindustrie (2. Runde: 25. März)

– 11. März: Elektro-/Elektronikindustrie

– 17. März: Papierindustrie

– 13. April: Chemische Industrie

– 5. Mai: Glashüttenindustrie

Weitere Lohnrunden finden u.a. im Nahrungsmittelsektor, in der Lederwaren- und Kofferindustrie, in der Schuhindustrie, in der Bekleidungsindustrie sowie in der Glasbe- & -verarbeitenden Industrie statt.

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