Zum Saisonstart der MAK-Expositur im Mai 2021 öffnet eine Dauerpräsentation zur Geschichte des Biedermeier-Juwels

Wien (OTS) Zum diesjährigen Saisonstart der MAK-Expositur Geymüllerschlössel öffnet ein neuer, permanenter Dokumentationsraum zur Geschichte des Biedermeierjuwels. Mit umfangreichem Text- und Bildmaterial würdigt die Dauerpräsentation die Geschichte des 1808 im Auftrag des Wiener Bankiers Johann Jakob Geymüller (1760–1834) als Sommerresidenz errichteten Gebäudes bis in die Gegenwart. Die MAK-Dependance in Pötzleinsdorf, die aufgrund der Corona-Pandemie im Vorjahr geschlossen bleiben musste, ist heuer vom 8. Mai bis 5. Dezember 2021 jeweils samstags und sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr für Besucher*innen geöffnet.

Als einzige öffentliche Sommerresidenz der Empire- und Biedermeierzeit in Österreich lädt das Geymüllerschlössel zum Eintauchen in die spezifische Lebensart der Epoche des Vormärzes ein. Für den neuen, von Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung, kuratierten Dokumentationsraum im Erdgeschoss des Geymüllerschlössels wurde im Rahmen eines einjährigen Forschungsprojekts intensives Quellenstudium im MAK-Archiv betrieben. Zudem wurde in sämtlichen dafür wichtigen Archiven Wiens und Niederösterreichs und den Familienarchiven der ehemaligen Besitzer*innen geforscht.

Mit seiner Innenausstattung und der großzügigen Gartenanlage ist das Geymüllerschlössel heute einer der wenigen Orte in Österreich, an denen sich ein originalgetreuer Einblick in die Vielfalt biedermeierlicher Ausstattungskunst bietet. Nach dem Tod von Johann Jakob Geymüller erlebte das Schlössel in der Folge unter dem Großindustriellen Isidor Mautner und seiner Frau Jenny eine gesellschaftliche Hochblüte mit rauschenden Festen und großartigen Musik- und Theateraufführungen.

Danach, als es fast vom Abriss bedroht war, rettete der passionierte Uhren- und Biedermeiermöbelsammler Franz Sobek das Schlössel vor dem Verfall, bevor es von der Republik Österreich übernommen und in die Verwaltung des MAK übergeben wurde. 160 erlesene, permanent ausgestellte Alt-Wiener Uhren aus der Sammlung Franz Sobek ergänzen gemeinsam mit Empire- und Biedermeiermöbeln aus der Sammlung des MAK das wertvolle Gesamtbild des Geymüllerschlössels. Im Park stellen das skulpturale Ensemble “Der Vater weist dem Kind den Weg” von Hubert Schmalix (1996/97) und James Turrells Skyspace “The Other Horizon”(1998/2004) einen zeitgenössischen Aspekt im Dialog mit der Vergangenheit dar.

Im Rahmen der diesjährigen Saison im Geymüllerschlössel zeigt außerdem Erwin Wurm, einer der bekanntesten Künstler*innen Österreichs, die Ausstellung “Keramik-Skulpturen” (8. Mai − 5. Dezember 2021, Details dazu unter MAK.at/presse).

Am Dienstag, 4. Mai 2021, 18:30 Uhr spricht Kuratorin Kathrin Pokorny-Nagel mit der Historikerin Marie-Theres Arnbom und dem Kunsthistoriker Christian Witt-Dörring im Rahmen der Online-Talkreihe “MAK im Dialog” über die Geschichte des Geymüllerschlössels. Details zur Teilnahme via Zoom unter MAK.at.

Bildmaterial steht unter MAK.at/presse zum Download.

PRESSEDATEN:

Ort: MAK-Expositur Geymüllerschlössel, Pötzleinsdorfer Straße 102, 1180 Wien
Öffnungszeiten: 8. Mai – 5. Dezember 2021, Sa, So, 11:00–18:00 Uhr
Eintritt: € 6
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19
Eintritt frei mit MAK-Jahreskarte
Eintritt frei zum Schlosspark und zu James Turrells Skyspace
Für den Besuch des Geymüllerschlössels ist bis auf Weiteres die Buchung eines Timeslots unter MAK.at erforderlich.

Führungen:
Geführte Rundgänge jeden Sonntag, 15:00 Uhr; Keine Anmeldung erforderlich; Führungsbeitrag: € 3,50
Sonderführungen für Einzelpersonen und Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage möglich. Informationen unter T +43 1 711 36-298 oder education@MAK.at.

Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinie 41 Schottentor bis Pötzleinsdorf, dann Buslinie 41A bis Khevenhüllerstraße (eine Station)

Rückfragen & Kontakt:

MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung)
Cäcilia Barani, Sandra Hell-Ghignone
T: +43 1 711 36-233, -212, -229
presse@MAK.at
MAK.at

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