Zivilgesellschaftliche Allianz an Köstinger: „Kein Steuergeld für Glyphosat!“

Wien (OTS) Als völlig unzureichend kritisiert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 das heute von der Bundesregierung vorgelegte „Glyphosatverbot light“, das mit der Landwirtschaft den mit Abstand größten Verursacher der österreichweiten Glyphosatemissionen (über neunzig Prozent gehen auf das Konto der Landwirtschaft!) de facto außen vor lässt.
„Ein Verbot von Glyphosat, das nur für Private gilt, ist wie ein Tempolimit im Straßenverkehr, das nur für Fußgänger gilt“, kommentiert GLOBAL 2000-Umweltchemiker Helmut Burtscher-Schaden den vorliegenden Gesetzesentwurf.

Hintergrund

Laut einer aktuellen Umfrage wollen 93 % der ÖsterreicherInnen ein Totalverbot von Glyphosat. Sebastian Kurz hatte ein solches bereits im Dezember 2017 in Aussicht gestellt, als „eine der ersten Maßnahmen der gemeinsamen Regierungsarbeit“. Doch Taten blieben aus, und im Juli 2019 stimmte die ÖVP sogar (als einzige Parlamentsfraktion) gegen ein Glyphosatverbot. Das Argument des Landwirtschaftsministeriums lautete, ein Totalverbot sei mit EU-Recht nicht vereinbar.
„Doch während Luxemburg im Vorjahr den Beweis antrat, dass ein Totalverbot von Glyphosat in der EU möglich ist, belohnt Österreich den Einsatz des umstrittenen Ackergifts bis zum heutigen Tag sogar mit Agrarumweltförderungen“, verweist Burtscher-Schaden auf die Widersprüchlichkeit der österreichischen Agrarpolitik.

Kein Steuergeld für Glyphosat

Vor diesem Hintergrund forderte Anfang des Jahres eine breite zivilgesellschaftliche Allianz aus 24 österreichischen Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Imkerei, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Naturschutz, Tierwohl, ArbeitnehmerInnenschutz, KonsumentInnenschutz, Entwicklungszusammenarbeit sowie aus kirchlichen Organisationen die Bundesregierung mit einem gemeinsamen Forderungspapier dazu auf, den Verzicht auf Glyphosat zur Voraussetzung für den Erhalt von Agrarumweltförderungen aus öffentlichen Geldern zu machen.
„Das heute von der Regierung eingebrachte „Glyphosatverbot light“, welches den Hauptverursacher der österreichweiten Glyphosatemissionen ignoriert, verleiht dieser Forderung zusätzliche Aktualität“, so Burtscher-Schaden abschließend.

Weitere Informationen zum österreichischen Glyphosatverbot finden Sie im GLOBAL 2000-Hintergrundpapier

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, +43 699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Dr. Helmut Burtscher-Schaden, GLOBAL 2000 Umweltchemiker, +43 699 14 2000 34, helmut.burtscher@global2000.at

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