Erfolgreiches KV-Frühjahr – Dutzende Gehaltserhöhungen und mehr Freizeit für Beschäftigte einiger Branchen erkämpft

Wien (OTS) „Wir haben ein erfolgreiches KV-Frühjahr hinter uns: 75 Kollektivvertragsverhandlungen sind positiv abgeschlossen, mit einer Ausnahme ist bei allen Abschlüssen eine deutliche Gehaltserhöhung über der Inflationsrate gelungen“, berichtete Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer, GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) gestern Abend den Delegierten des Bundesvorstands der GPA-djp: „Damit sind wir unserem Ziel, in den Kollektivverträgen der GPA-djp ein Mindestgehalt von 1700 Euro zu erreichen, einen großen Schritt näher gekommen.“

Auch in der Frage der Verkürzung der Arbeitszeit sei die GPA-djp erfolgreich unterwegs, so Dürtscher weiter: „Obwohl Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer ja ständig vor einer Verkürzung der Arbeitszeit warnen, haben wir dieses Ziel in einigen Branchen in den Kollektivverträgen umgesetzt.“ Ein wirklicher Durchbruch sei beispielsweise für die rund 100.000 Beschäftigten der Flughäfen erreicht worden, für die es eine kollektivvertragliche Regelung für eine 6. und 7. Urlaubswoche gibt.

„Es ist wichtig, über Kollektivverträge flexible Lösungen für die jeweilige Branche zu finden. Eine einheitliche sechste Urlaubswoche oder eine allgemeine Reduktion der Arbeitszeit, beispielsweise auf 30 Wochenstunden, bleiben auf der Agenda, sind auf gesetzlicher Basis aber schwer durchzusetzen. Trotzdem gelingt es in Branchen, in denen wir spezifische Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufzeigen, immer öfter, gemeinsam mit der Arbeitgeberseite flexible Lösungen zu erarbeiten“, erklärt Dürtscher. So haben beispielsweise Beschäftigte im Sektor der Sozialwirtschaft und Diakonie, die bereits fünf Jahre im Betrieb sind, einen zusätzlichen Arbeitstag als Urlaubstag. Im Erwachsenenbildungsbereich gibt es zusätzliche Urlaubstage nach 10 und 15 Jahren Dienstzeit. Für Angestellte des Wiener Hafens gibt es nach 25 Jahren im Unternehmen eine Zulage, die wahlweise auch in Freizeit konsumiert werden kann.

„Unser Weg, alternative, innovative Modelle zu erarbeiten und mit den Arbeitgebern zu verhandeln, hat sich bewährt, also werden wir ihn weitergehen“, so Dürtscher abschließend: „1700 Euro Mindestgehalt und die Verkürzung der Arbeitszeit bleiben im Fokus!“

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