Messe BIO ÖSTERREICH als geeignete Bühne für wachsende Bio-Branche

Wieselburg (OTS) „Das Interesse an Bio wächst stetig – und damit auch dessen Bedeutung am Markt und in der Gesellschaft. Die Messe BIO ÖSTERREICH – mit heuer 185 Ausstellern – stellt für die Bio-Branche eine ihrer Entwicklung angemessene Bühne dar“, sagte BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud Grabmann heute, Montag, anlässlich einer Pressekonferenz im Rahmen der Messe in Wieselburg, bei der auch der NÖ Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf, Messe-Wieselburg-Direktor Werner Roher, BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien-Obmann Otto Gasselich sowie Wolfgang Palme von der HBLFA Schönbrunn teilnahmen. Österreich hat mit rund 21 Prozent den höchsten Anteil an biologisch bewirtschafteten Flächen in der EU. Rund 21.000 Betriebe in Österreich wirtschaften biologisch, das sind etwa 18 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe.

„Ich bin optimistisch, dass wir auch 2016 ähnlich viele neue Bio-Betriebe dazu bekommen, wie im Vorjahr – da waren es in etwa 1750 Betriebe“, sagte Grabmann. Aber nicht nur in der Produktion ist ein Wachstum zu verzeichnen, auch beim Konsum und im Gastrobereich legt Bio stetig zu. Bio sei längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Allerdings gebe es auch andere Bereiche, wo noch ein langer Weg bevorstehe, bis Bio – abseits von Lippenbekenntnissen -die Akzeptanz erfährt, die es im Hinblick auf die künftige Gestaltung der Landwirtschaft verdient. Hier gelte es noch zahlreiche Widerstände zu überwinden, so Grabmann weiter.

„Versuche, die biologische Landwirtschaft und deren Leistungen zu verwässern, sind leider noch immer an der Tagesordnung. Daher lege ich besonderen Wert auf eine deutliche – auch semantische -Abgrenzung der Definition von biologischer Landwirtschaft bzw. biologischen Produkten und anderen, oft verwendeten Zuschreibungen, die den Eindruck machen sollen, es handle sich um etwas Gleichwertiges. Naturnah, nachhaltig, umweltfreundlich – all das steht nicht für biologische Qualität. Auch der Begriff regional ist nicht mit Bio gleichzusetzen. Nur ein Zertifikat einer anerkannten Bio-Kontrollstelle bzw. das EU-Bio-Logo mit dem Kontrollstellencode garantieren, dass es sich auch tatsächlich um Bio-Ware handelt. Diese präzise Kommunikation und klare Abgrenzung haben sich Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Produzentinnen und Produzenten verdient“, so Grabmann.

Für die Zukunft nannte Grabmann die Notwendigkeit, im Bereich der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Weichenstellungen vorzunehmen. Hier müssten die Rahmenbedingungen für die biologische Landwirtschaft deutlich verbessert werden. „Wenn wir über die zukünftige EU-Agrarpolitik sprechen, muss das Thema öffentliche Mittel für öffentliche Leistungen selbstverständlich mit einbezogen werden“, so Grabmann. Die Bio-Landwirtschaft erbringe zahlreiche gesellschaftliche Leistungen, wie etwa saubere Luft, reines Wasser und gesunde Böden. Diese Leistungen müssten künftig entsprechend abgegolten werden, so Grabmann abschließend.

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