Trotz Corona – 2. gesetzlich verankertes österreichisches Schülerparlament fand online statt – Schülerunion stark vertreten

Wien (OTS) Am 26. April fand das 2. gesetzlich verankerte österreichische Schülerparlament (ÖSIP) statt. Hierbei handelte es sich erneut um ein Novum – das ÖSIP fand heuer erstmals zur Gänze online statt. Schülervertreterinnen und Schülervertreter aus ganz Österreich kamen (virtuell) zusammen, um einen Tag lang über bildungspolitische Anträge zu diskutieren und debattieren.

Mit überwältigender Mehrheit von knapp 97% stellte sich das ÖSIP klar hinter die langjährige Forderung der Schülerunion nach Politischer Bildung und Medienkunde als eigenständiges Pflichtfach. Antragstellerin Flora Schmudermayer aus der Bundesschülervertretung dazu: “Mich freut es, dass mein Antrag so positiv aufgenommen wurde. Politische Bildung ist kein Nice-to-have, sondern ein Must-have!” Eine deutliche Mehrheit fand auch die Forderung nach mehr Unterstützung für psychosoziale Unterstützung an Schulen. Antragsteller Michael Scharf aus Tirol dazu: “Durch Corona ist deutlich geworden, dass Jugendliche nicht von Problemen im Bereich Mental Health ausgenommen sind, es braucht hier eindeutig Unterstützung seitens unserer Schulen!”

Ebenfalls Corona-bedingt war auch das Thema der Digitalisierung stark präsent. “Das Distance Learning hat die Lücken im Bildungswesen aufgezeigt, jetzt ist es wichtig auch in Zukunft die positiven Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung beizubehalten und weiterhin auszubauen!”, so der Wiener LandesschülerInnenvertreter Gregory Hostettler. Schließlich befasste sich das zweite gesetzlich verankerte österreichische Schülerparlament auch mit dem 1-2-3-Klimaticket und einer Vergünstigung von diesem für alle Schülerinnen und Schüler. Die oberösterreichische AHS-Landesschulsprecherin und Antragstellerin erklärt: “Das 1-2-3-Öffi-Ticket bietet nicht nur eine Lösung für pendelnde Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine Möglichkeit für uns, als junge Generation einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt zu leisten.”

Positiv abgestimmt wurden des Weiteren Anträge zu den Themen “Evaluierung der Maturaänderungen”, “Kostenfreie Erste Hilfe Kurse”, “Menstruationsartikel an Schulen” und “Möglichkeit zur Zweitbegutachtung bei negativen D-SAs”.

Organisatorin und Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek zieht ein positives Resümee: “Mich freut es wahnsinnig, dass es uns als Bundesschülervertretung gelungen ist, dieses ÖSIP unter den besonderen Umständen heuer online umsetzen. Damit haben wir ein wichtiges Zeichen gesetzt: Wir sind keine Lost Generation, wir sind die, die auch an morgen denken!”

“Besonders freut es mich, dass wir als Schülerunion unsere Kernthemen platzieren, positiv abstimmen und damit einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung setzen konnten”, so der Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Anthony Grünsteidl.

Das österreichische Schülerparlament wurde 2018 auf Initiative der Schülerunion verankert. Zudem müssen alle positiv abgestimmten Anträge sowohl dem Bildungsminister als auch dem Nationalrat vorgelegt werden.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schüler-und Schülerinnenorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2020/21 22 von 29 Mandaten stellt. Die Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek kommt ebenfalls von der Schülerunion.

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