Verbot sexistischer Werbung ist dennoch unumgänglich

Wien (OTS) „Ich begrüße es sehr, dass der Werberat seine Sanktions-Möglichkeiten ausweitet“, kommentiert die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, die heute bekanntgewordene Erweiterung des Sanktionskatalogs des Österreichischen Werberats. „Und trotzdem bleibe ich dabei: Die Selbstregulierung allein reicht nicht. Vor allem nicht dort, wo eine ,Freiheit des Marktes‘ die Würde anderer Menschen verletzt. Ein Verbot sexistischer Werbung ist aus meiner Sicht unumgänglich“, sagt Disoski.

Andere Länder, wie Island oder Norwegen, machen bereits vor, dass ein Verbot sexistischer Werbung machbar und umsetzbar ist – und auch funktioniert: „Wenn wir täglich mit patriarchalen Bildern, Bevormundung und Besitzdenken in der Werbung konfrontiert sind, hat das natürlich Einfluss auf uns – und zwar keinen guten“, betont Disoski. „Natürlich wäre es schön, wenn es keine Verbote bräuchte. Aber die Erfahrung zeigt, dass Empfehlungen und Beratungen nicht ausreichen. Wir sehen das täglich.“

In vielen Ländern müssen Unternehmen bereits jetzt empfindliche Strafzahlungen entrichten, wenn sie sexistische Werbung publizieren. „Diese Art von Werbung ist mit dem dortigen Frauenbild nicht vereinbar – ich denke, sie sollte auch mit unserem nicht vereinbar sein“, bekräftigt Disoski. Die Grünen haben sich auch in der Vergangenheit immer für eine stärkere Regulierung eingesetzt. „Vor allem, wenn wir wollen, dass zukünftige Generationen junger Frauen in ihrem Selbstverständnis und in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden, sollten wir sehr gut darauf achten, welche Bilder ihnen über Werbung vermittelt werden“, unterstreicht die Frauensprecherin.

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