Grüne drängen auf rasche Umsetzung von Maßnahmen

Wien (OTS) „Dass Frauen auch im Jahr 2021 immer noch weniger verdienen als Männer, ist Fakt – aber keiner, den wir hinnehmen“, gibt sich die Frauensprecherin der Grünen und stellvertretende Klubobfrau, Meri Disoski, anlässlich des bevorstehenden Equal Pay Day am 21. Februar kämpferisch.

Um den Gender Pay Gap zu schließen, gibt es mehrere Hebel. Einen zentralen sieht Disoski in der verpflichtenden Einkommenstransparenz: Unternehmen sollen ihren Mitarbeiter*innen offenlegen müssen, in welcher Position wieviel verdient wird. „Solche Einkommensberichte sind in vielen Staaten bereits üblich. In Dänemark wurde bereits 2007, also vor 14 Jahren, ein Gesetz eingeführt, mit dem Unternehmen zur Offenlegung von Gehältern verpflichtet worden sind. Schon nach einem Jahr ist der Gender-Pay-Gap in den dänischen Unternehmen um mehr als sieben Prozent gesunken. So etwas will ich auch in Österreich. Ich will, dass Frauen in diesem Land endlich gleich viel verdienen wie Männer“, sagt Disoski.

Der von den „Business and Professional Women Austria“ errechnete Einkommensunterschied in Österreich beträgt 14,3 Prozent, bezieht sich jedoch auf Bruttojahresbezüge von ganzjährig Vollbeschäftigten. „Wir lassen dabei außer Acht, dass viele Frauen in Teilzeit arbeiten. Nicht, weil sie sich in finanzieller Abhängigkeit wohlfühlen, sondern weil sie keine andere Wahl haben“, betont Disoski. „Vergleichen wir die Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern, liegt der Einkommensunterschied in Österreich bei 20 Prozent. Das ist um 20 Prozent zu viel“, unterstreicht die Frauensprecherin. Und weiter: „Im Kampf gegen diese krasse geschlechtsbedingte Diskriminierung, werden wir Grüne auf eine rasche Umsetzung von Maßnahmen drängen. Weil Frauen Fairness verdienen.“

Im Koalitionsübereinkommen haben die Regierungsparteien vereinbart, zahlreiche Maßnahmen umzusetzen, um das Erwerbseinkommen von Frauen zu erhöhen und damit auch der Altersarmut von Frauen vorzubeugen. „Wir Grüne haben unserem Koalitionspartner dazu mehrere Vorschläge unterbreitet, einer davon ist die verpflichtende Lohntransparenz. Ich hoffe sehr, dass wir hier bald in die Umsetzung kommen“, erklärt Disoski.

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