Weratschnig: Ziel im Öffi-Ausbau ist eine österreichweite Mobilitätsgarantie

Wien (OTS) „Die flächendeckende Versorgung mit klimafreundlicher Mobilität ist einer der Dreh- und Angelpunkte für eine gelingende Mobilitäts- und Klimawende“, erinnert Hermann Weratschnig, Verkehrssprecher der Grünen, an die enormen Potentiale und Hebel einer echten Öffi-Revolution im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Der Verkehrs- und Transportsektor ist für rund 25 Millionen Tonnen der jährlichen heimischen CO2-Äquivalente verantwortlich.

Ein Verfassungsrecht auf Klimaschutz, eine klimaneutrale, ebenenübergreifende Verwaltung, verbindliche und unabhängige Klimachecks für Projekte, ein Klimakabinett, ein Klima-Beirat und Bürger*innen-Räte zur stärkeren Einbindung der Bevölkerung – das sind nur einige grüne Eckpunkte auf dem Weg aus der Klimakrise, die heute Dienstag am Rand der Sitzung des Umweltausschusses zum Klimavolksbegehren von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Lukas Hammer, Klimasprecher der Grünen, im Parlament vorgestellt wurden.

„Mit dem 1-2-3-Klimaticket haben wir eine jahrelange Forderung der Österreicher*innen nach einem leistbaren, österreichweiten Öffiticket aufgenommen, um die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel entscheidend zu stärken“, so Weratschnig. Parallel dazu werden natürlich auch Anschlüsse und Takte nachgebessert und das Netz öffentlicher Verkehrsmittel ausgebaut und modernisiert. „Wir arbeiten an einem flächendeckenden Mobilitätsangebot für alle Österreicher*innen, egal in welcher Region sie wohnen. Unser Ziel ist eine bundesweite Mobilitätsgarantie“, betont der Tiroler Abgeordnete. Neben dem Öffi-Ausbau gelte es auch, die Förderung aktiver Mobilität weiter zu forcieren und den Fahrradfahrer*innen- und Fußgänger*innen-Anteil am Gesamtverkehr im Sinne der Gesundheit und des Klimaschutzes zu erhöhen.

„Wir Grüne setzen uns in den Gemeinden und Ländern, im Bund und im europäischen Rahmen für eine verursachergerechte Kostenwahrheit im Transportsektor ein. Dafür braucht es auch einen entschlossenen Kampf gegen den Tanktourismus und den LKW-Schwerverkehr. Das heißt, wir werden alle EU-rechtlich zulässigen Maßnahmen sowie nationale Maßnahmen setzen, um den Lkw-Transit verstärkt von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, führt Weratschnig aus.

Ein solcher Hebel ist eine Korridor-Maut zwischen München und Verona, um die Billigmaut am Brenner an die Tarife anderer Transitstrecken anzupassen: „Wir brauchen eine belastbare, ökologisierte Wegekostenrichtlinie, damit wir mehr Flexibilität bei der Mauttarifgestaltung für LKW erreichen können“, erinnert Weratschnig. Auch die Ökologisierung der bestehenden LKW-Maut, etwa durch stärkere Spreizung nach Euroklassen, ist ein Hebel zum Schutz von Umwelt und Bevölkerung entlang der Hauptverkehrsrouten. Eine eigene Mautkategorie für Autobusse und Reisebusse soll zur Reduktion des Individualverkehrs beitragen.

„Mein Dank gilt den Initiator*innen und zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer*innen des Klimavolksbegehrens, die mit ihrem Einsatz viel für eine enkeltaugliche Zukunft Österreichs beigetragen haben“, unterstreicht Weratschnig.


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