Im klaren Votum rächt sich auch die viel zu späte Einbindung der Belegschaft

Linz (OTS) „Das Votum der Belegschaft ist sowohl eine satte Rechnung als auch Aufgabe und Chance. Eine satte Rechnung auf die Tische der MAN-Zentrale. Dort steht man nun vor den Scherben einer Strategie, die alleine auf Wolf gesetzt und andere Optionen völlig außer Acht gelassen hat. Die Aufgabe der Politik in Bund und Land ist es, sich jetzt mit langfristigen Konzepten für den Standort endlich effektiv ins Spiel zu bringen. So kann die Chance genutzt werden, ein umfassend zukunftsfittes Projekt auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis nur zu beklatschen oder zu bedauern, ist keine Option. Jetzt muss gehandelt werden, im Sinne der Beschäftigten und des Standorts“, kommentiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen OÖ, LAbg. Ulrike Schwarz die klare Ablehnung des Übernahmeangebots von Sigfried Wolf durch die MAN Belegschaft

Klar ist für Schwarz, dass sich nun die Politik mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln einschalten muss. „MAN wird bei seinem Plan bleiben, das Werk zuzusperren. Bis Auslaufen der Frist müssen die politischen VerantwortungsträgerInnen alle Möglichkeiten ausloten, auf nachhaltiges Nachfolgeprojekt auf den Weg zu bringen bzw. zu unterstützen. Denkbar sind Unternehmensbeteiligungen oder ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben. Es muss ein Projekt sein, dass sich am notwendigen sozial-ökologischen Wirtschaftswandel orientiert und damit auf neue Technologien und E-Mobilität setzt. Nur das garantiert echte Zukunftsperspektiven, sichere Arbeitsplätze und einen Gewinn für den Standort Steyr“, betont Schwarz.

Im klaren Votum rächt sich auch die viel zu späte Einbindung der Belegschaft. Der Grüne Arbeits- und Sozialsprecher im Parlament, NAbg Markus Koza: „Eine Umstrukturierung auf dem Rücken der Mitarbeiter mit hohen Lohnkürzungen und vielen Kündigungen geht sich nicht aus. Die MitarbeiterInnen hätten ab den ersten Überlegungen einbezogen werden und ihren Meinungen gehört werden müssen. Sie vor vollendete Tatsachen zu stellen und sie darüber abstimmen zu lassen, geht sich auch nicht aus. Das ist die Lehre aus diesem Fall. Wirtschaftlicher Wandel wird nur Erfolg haben, wenn die MitarbeiterInnen dafür gewonnen und auf diesem Weg mitgenommen werden.“

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