EU-Kommission will Abkommen mittels Zusatzvereinbarungen retten

Wien (OTS) Die EU-Kommission versucht das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten durch Zusatzvereinbarungen zu retten. „Das Abkommen ist grundsätzlich falsch aufgesetzt, weil es ein falsches Ziel verfolgt”, erklärt der Europasprecher der Grünen, Michel Reimon: “Der europäischen Autoindustrie soll der südamerikanische Automarkt für einige Jahrzehnte geöffnet werden, wenn in Europa keine Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden dürfen. Fossile Treibstoffe sollen also damit am Leben erhalten bleiben. Als Gegengeschäft bietet Europa Zugang für Soja und Rindfleisch, dafür wird der Amazonas-Regenwald niedergebrannt.“

Eine angedachte Zusatzvereinbarung sei laut europäischem Vizepräsident und Handelskommissar Valdis Dombrovskis unter anderem, dass man davon überzeugt sein müsse, dass Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung tatsächlich umgesetzt werden. „Dieses Abkommen ist aber von Grund auf klimaschädlich, es ist nicht mit Behübschung zu reparieren. Die Versuche der Kommission reichen nicht, Österreich wird das Abkommen zu Fall bringen”, unterstreicht Reimon.

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