Frauen leiden unter sinkendem Anteil an Gynäkolog:innen mit Kassenvertrag – Grüne fordern deutlich mehr und attraktivere Kassenverträge

Wien (OTS) Der Anteil an Gynäkolog:innen mit Kassenvertrag geht in Wien jährlich zurück. Mittlerweile haben überhaupt nur mehr 23 Prozent der Frauenärzt:innen einen Kassenvertrag. „Dieser für Frauen nachteilige Trend zur Wahlarztpraxis muss gestoppt werden. Wir brauchen dringend attraktivere und deutlich mehr Kassenverträge für die Gynäkologie in Wien. Eine frauenärztliche Versorgung mit e-card muss für alle Frauen in Wien zur Verfügung stehen”, fordern Barbara Huemer, Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, und Viktoria Spielmann, Frauensprecherin der Wiener Grünen, anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tags für Frauengesundheit am 28. Mai.

Die Folgen dieser Unterversorgung durch Kassenärzt:innen sind unter anderem lange Wartezeiten für Patientinnen und akuter Zeitmangel der Ärzt:innen. Huemer: „Frauen gehen ob fehlendem leistbaren Angebot seltener zu Routineuntersuchungen. In weiterer Folge verringert das die Chance zur Früherkennung von Krankheiten wie Brust- oder Gebärmutterhalskrebs. Das verteuert und erschwert letztendlich auch die Behandlung.“

„Viele Frauen sehen sich zunehmend gezwungen, Privat- oder Wahlärzt:innen aufzusuchen und sich die medizinische Behandlung selbst zu bezahlen. Die Gesundheitskassen ersetzen die Ausgaben aber nur zu einem geringen Teil. Die ökonomische Versorgung von Frauen ist ohnehin schlechter und viele spüren die Teuerungen zum Teil massiv – für Bezieherinnen niedrigerer Einkommen sind Privat- oder Wahlärzt:innen kaum finanzierbar”, ergänzt Spielmann.

Die Tarife für Gynäkolog:innen gehören zu den niedrigsten unter den medizinischen Fächern bei der Gesundheitskasse. Wichtige Leistungen wie die Beratung für Verhütung werden Kassenärzt:innen überhaupt nicht abgegolten. „Damit junge Frauen die für sie passende Verhütung finden können, ist eine niederschwellige Aufklärung und ein entsprechender Zugang zu Informationen Voraussetzung. Diese Leistung muss den Kassengynäkolog:innen bezahlt werden. Außerdem ist es längst überfällig, dass Verhütungsmittel auch als Kassenleistung anerkannt werden“, so Huemer und Spielmann abschließend.

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