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Anstieg an Vorfällen um 33,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Wien (OTS) Als „erschreckend“ bezeichnet Niki Kunrath, Menschenrechtssprecher der Grünen Wien, die aktuellen Zahlen zu antimuslimischem Rassismus in Österreich. Mit 1.402 gemeldeten Fällen verzeichnet die Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit & antimuslimischer Rassismus die höchsten Fallzahlen 2020. Das sind 351 Meldungen mehr als im Vorjahr, ein Anstieg von 33,4 Prozent. Im Vergleich dazu: 2015 waren es noch 158 gemeldete Fälle. Mit über 80 Prozent findet antimuslimischer Rassimus Online statt, in Form von Verbreitung von Hass und Verhetzung. 74,2 Prozent der Betroffenen von antimuslimischem Rassismus sind Frauen, wohingegen 72,8 Prozent der Täter*innen Männer sind. “Wir müssen gegen antimuslimischen Rassimus aufstehen. Es darf nicht sein, dass Menschen auf Grund ihrer Religion Rassimus erfahren oder bedroht werden“, so Kunrath.

Die meisten Vorfälle von antimuslimischem Rassismus wurden in den Monaten Juni und November gemeldet, hier scheint es einen klaren Zusammenhang mit gesamtgesellschaftlichen und politischen Ereignissen zu geben. In Österreich haben sich etwa der Terrorakt in Hanau, die Etablierung der Dokumentationsstelle Politischer Islam und die Corona-Pandemie in den Zahlen niedergeschlagen. Die Black Lives Matter Bewegung im Juni forcierte eine erste gesellschaftliche Auseinandersetzung zu rassistischen Strukturen und institutioneller Diskriminierung – mit offenbar oftmals besonderer Berücksichtigung von rassistischer Polizeigewalt und Racial Profiling.

Der Terroranschlag in Wien vom 2. November 2020 ließ antimuslimischen Rassismus jedoch besonders in die Höhe schnellen, wie der aktuelle Bericht zeigt. Die Dokumentationsstelle stellt fest, dass eine anfängliche Rhetorik von „Wir dürfen uns nicht spalten lassen” nach und nach ersetzt wurde durch eine diskursive Trennung in ‚gute’ und ‚böse’ Muslim*innen. „Das zeigt einmal mehr, dass hier Sündenböcke gesucht werden. Eine Gruppe oder Gemeinschaft wird stellvertretend für eine Person bestraft. Damit entsteht gleichzeitig ein gefährliches ‚wir‘ und ‚die anderen‘-Verständnis innerhalb der Gesellschaft – und eine solche Spaltung gibt Rassismus, Diskrimnierung, Hass und Gewalt Vorschub. Das darf niemals geschehen – egal welcher Herkunft jemand ist oder welche Religion ausgeübt wird“, so Kunrath.

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