Wien (OTS) In der Nacht auf Freitag wurde in Wien-Brigittenau die 9. Frau in diesem Jahr ermordet. Wieder von ihrem Ex-Partner. „Femizide – Frauenmorde – sind keine Einzelfälle, sondern haben System und müssen klar als solche benannt werden. Sie sind die Spitze des misogynen und patriarchalen Eisbergs der Männergewalt gegen Frauen“, so Viktoria Spielmann, Gemeinderätin und Frauensprecherin der Grünen Wien.

„Wir müssen diese Gewalt auf allen Ebenen stoppen. Mit aller Entschlossenheit. Wir brauchen in Wien dringend einen umfassenden Ausbau von Gewaltschutzmaßnahmen und niederschwelligen Grätzelinitiativen, wie „Maske 19“ und die Nachbarschaftsinitiative SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt“, sagt Spielmann. „Darüber hinaus brauchen wir vor allem im öffentlichen Raum eine breit angelegte Kampagne gegen Männergewalt an Frauen bzw. Bewusstseinskampagne gegen Femizide.“

„Dass es sich beim Täter vermutlich um den sogenannten Bierwirt handelt, zeigt, wohin toxische Männlichkeit und Antifeminismus in seiner extremen Form führen kann. Gewalt hat viele Facetten und beginnt oft als verbale Gewalt. All jene, die das herunterspielen, sollten sich Gedanken machen, welche Tendenzen sie in unserer Gesellschaft unterstützen und befeuern“, so Spielmann abschließend.

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