Ernst-Dziedzic: Internationale Zusammenarbeit intensivieren, Opferrechte stärken

Wien (OTS) „Menschenhandel ist die moderne Sklaverei des 21. Jahrhunderts. Kaum eine Form der Ausbeutung ist entwürdigender, als einen Menschen seiner Freiheit zu berauben, um ihn anschließend zur Ware zu degradieren“, sagt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, anlässlich des Europäischen Tages gegen den Menschenhandel: „Als Transit- und Zielland dieser transnationalen Form von organisierter Kriminalität trägt Österreich hier eine besondere Verantwortung, sich aktiv für die Eindämmung von Menschenhandel einzusetzen“.

Es sei daher ein erklärter Schwerpunkt im Programm dieser Bundesregierung, durch multilaterale Bemühungen und konkrete Maßnahmen konsequent gegen den internationalen Menschenhandel, der neben sexueller Ausbeutung zum Beispiel auch Ausbeutung von Hausangestellt*innen oder Kinderhandel erfasst, vorzugehen, so die Menschenrechtssprecherin weiter. Unter anderem sei vorgesehen, Exekutivbeamtinnen und -beamte mittels entsprechender Ausbildung für das Problem zu sensibilisieren. Außerdem sollen Opferschutz und Opferrechte gestärkt werden, sowohl in Österreich als auch in den Herkunftsländern.

„Neben der Strafverfolgung ist uns besonders der Schutz und die Stärkung der Rechte der Opfer sowohl in den Herkunfts-, als auch Transit- und Zielländern ein Anliegen. Ziel unserer Bemühungen ist es, das Übel mithilfe internationaler Zusammenarbeit an der Wurzel zu packen und durch präventive Maßnahmen möglichst nicht entstehen zu lassen“, sagt Ernst-Dziedzic. Es sei daher absolut notwendig, die internationale Zusammenarbeit noch weiter zu intensivieren, vor allem auch im Rahmen des Europarates, der sich in einer eigenen Expert*innengruppe (GRETA) seit Jahren ausführlich mit dem Thema befasst und die einzelnen Mitgliedstaaten bei der Umsetzung ihrer völkerrechtlichen Verpflichtungen zur Vorbeugung und Eindämmung von Menschenhandel unterstützt.

„Um bei all dem keine Zeit zu verlieren, haben wir bereits in der ersten inhaltlichen Sitzung des Menschenrechtsausschusses einen Entschließungsantrag eingebracht, der die Bundesregierung ersucht, mit der Umsetzung der im Regierungsprogramm vereinbarten Maßnahmen gegen den internationalen Menschenhandel zu beginnen“, so die Vizeklubchefin.

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