Grüne Umwelt- und VerkehrsreferentInnen wollen, dass Regierung handelt

Wien (OTS) “Die österreichische und die deutsche Automobilindustrie sind eng miteinander verwoben. Umso erstaunlicher ist für mich, dass die österreichische Regierung von ganz wenigen, noch nicht weit gediehenen Aktivitäten von Verkehrsminister Leichtfried abgesehen beim ganzen Dieselskandal in der Zuschauerrolle geblieben ist“, kommentiert die Grüne Bundessprecherin Ingrid Felipe im Namen der Grünen UmweltreferentInnen das Verhalten der Bundesregierung in Sachen Abgas-Schwindel.

Nach dem heutigen Diesel-Gipfel in Berlin verlangen die Grünen UmweltreferentInnen einen solchen auch in Österreich. „Österreich muss vom Zuschauen ins Gestalten der Zukunft starten. Auf Deutschland zu warten und zu vertrauen, ist angesichts der belegten Klüngelei zwischen deutschen Behörden und Herstellerkonzernen der falsche Weg. Die Klima- und Gesundheitsbelastung durch Diesel- und Benzinautos ist viel zu hoch. Die versprochenen saubereren Verbrennungsmotoren gibt es nur am Papier, nicht im Realbetrieb. Damit muss jetzt Schluss sein. Wir brauchen einen Fahrplan für das Ende der Verbrennungsmotoren. Je früher die breit aufgestellte österreichische Auto-Zulieferindustrie Klarheit bekommt, ab wann nur noch mit erneuerbaren Energien betriebene Autos in Österreich zugelassen werden, umso besser können sich unsere Betriebe darauf einstellen und Arbeitsplätze sichern“, skizziert Felipe die Richtung und den Weg. Gemeinsam mit den anderen Grünen Umwelt- und Verkehrszuständigen in den Ländern spricht sie sich für einen 5-Punkte-Plan aus:

1. Einberufung eines Dieselgipfels zwischen Bundesregierung, Automobilindustrie, Ländern und NGOs, um die notwendigen Sofortmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit festzulegen.
2. Keine Neuzulassungen von PKW, die nicht in der Lage sind, die Abgasnormen einzuhalten.
3. Nachrüstung aller PKW, die ihre Emissionsangaben nicht einhalten, auf Kosten der Hersteller.
4. Rechtliche Schritte gegen Hersteller, da durch die Manipulationen Schadstoffgrenzwerte in mehreren Ländern nicht eingehalten werden können und millionenteure Vertragsverletzungsverfahren drohen bzw. eines schon läuft (da könnte regional mutiert werden.
5. Ausstiegskonzept: keine Neuzulassung von Verbrennungsmotoren ab 2030.

„Wenn wir 2030 mit dem Stopp bei den Neuzulassungen beginnen, dauert es ohnehin noch 12 Jahre, bis die letzten PKW mit Verbrennungsmotoren von der Straße verschwunden sind. Ein durchschnittliches Auto fährt nämlich 12 Jahre lang auf Österreichs Straßen“, unterstreicht Felipe die Notwendigkeit des Umstiegs von fossilen auf erneuerbare Antriebssysteme.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Karin Strobl
Leitung Kommunikation
069911966340
karin.strobl@gruene.at
www.gruene.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.