DIE UMWELTBERATUNG hat Tipps und Infomaterial zur Planung der Gemüsebeete.

Wien (OTS) Wenn die ersten Sonnenstrahlen in der Nase kitzeln und die Vögel anfangen zu zwitschern, juckt es viele schon im grünen Daumen. Diese Energie kann gut für die Planung der Gemüsebeete genutzt werden! Die „Mischkulturscheibe“ von DIE UMWELTBERATUNG hilft bei der ausgewogenen Zusammenstellung der Pflanzen im Beet und in der Datenbank „biologisch gärtnern“ sind Bezugsquellen für Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen zu finden.

Für die Planung der Gemüsebeete braucht es nur Papier und Bleistift sowie die ungefähren Maße der Beete oder Fensterkisterl − und das Wissen, welche Pflanzen in Nachbarschaft zueinander gut gedeihen und welche nicht nebeneinander wachsen sollten. „Für den Ernteerfolg ist es hilfreich zu wissen, welche Pflanzen neben welche gesetzt werden können, um einander zu fördern oder Schädlinge von der Nachbarpflanze abzuhalten. Was gut zusammenpasst und was nicht, zeigt DIE UMWELTBERATUNG sehr übersichtlich auf der Mischkulturscheibe“, rät Mag.a Sophie Jäger-Katzmann, Gartenexpertin von DIE UMWELTBERATUNG.

Anbauplan für reiche Ernte

Zu Beginn sollte man sich gemeinsam überlegen, was im Haushalt gerne gegessen wird, denn die Gemüseschwemme im Sommer will auch verputzt werden. Dann geht es ans Planen. Sind jüngere Kinder im Haushalt, ist spielerische Planung angesagt. Jede*r zeichnet die liebsten Gemüse- und Kräutersorten auf Papier und schneidet sie aus. Dann werden diese Bilder auf einem Papierbeet verteilt. Der Wechsel von verschiedenen Pflanzen am selben Standort dient auch der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Werden Beete im Garten komplett neu angelegt, ist der richtige Standort wichtig. Vollsonnige Plätze, am besten nahe am Haus und windgeschützt sind optimal. Guter Boden ist die Basis für gutes Wachstum. Eine Bodenprobe kann darüber Aufschluss geben, in welchem Mengenverhältnis die Hauptnährstoffe für die Pflanze vorhanden sind. So kann gezielt gedüngt werden und die Voraussetzungen für eine reiche Ernte werden verbessert. Untersuchungen zeigen, dass Gartenböden vielfach überdüngt sind. Überdüngung macht Pflanzen ebenfalls krank und belastet das Grundwasser.

Mischkultur und Fruchtfolge

Die Pflanzen werden am besten in Mischkultur gesetzt. Das heißt, verschiedene Pflanzenarten sitzen im Beet nebeneinander. Das Gegenteil ist die Monokultur, wo nur eine Art angebaut wird. Mischkulturen haben viele positive Effekte: Benachbarte Pflanzen können einander im Wachstum unterstützen, Schädlinge oder Pilze fernhalten und jene, die es gerne sonnig mögen, können weniger Sonnenhungrige beschatten.

Nachbarn mit gleichen Bedürfnissen

Manche Pflanzen mögen einander gar nicht, sie werden besser mit Abstand gepflanzt. Pflanzen, die nebeneinandersitzen, sollten in etwa den gleichen Wasser- und Nährstoffbedarf haben. Pflanzen werden in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt, je nach ihrem Nährstoffbedarf. Bei genügend Platz im Garten werden die Beete auch danach aufgeteilt und wechseln im Jahresrhythmus – auf Starkzehrer folgen Mittelzehrer, darauf Schwachzehrer, danach folgt eine Gründüngung oder Kompost wird ausgebracht und der Kreislauf beginnt wieder von vorne.

Je nach Art und Sorte werden Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gesetzt. Wichtig ist daher, auch die zeitliche Abfolge der Pflanzen zu kennen − die ganze Saison über werden demnach Plätze im Beet wieder frei. Zum Beispiel werden frühe Radieschen oder manchen Salatsorten schon geerntet bevor die Paradeiser gesetzt werden. Andere Pflanzen sitzen sehr lange am Beet und brauchen viel Platz. Zucchini sind so ein Beispiel: Ein Quadratmeter pro Pflanze ist keine Ausnahme und den Platz braucht die Pflanze lange.

Auswahl Saatgut und Jungpflanzen

Biologisches Saatgut ist frei von Gentechnik und oftmals gibt es ganz besondere Sorten, die man konventionell gar nicht bekommt. Saatgut kann jetzt bestellt werden, um bald mit dem Vorziehen zu beginnen. Wann die Termine für Vorziehen, Aussaat im Freiland und Einsetzen der Jungpflanzen sind, steht auf der Rückseite der Samenpackungen. Damit die Ernte dann auch wirklich gesund ist, sollten die Pflanzen weiterhin nur biologisch gepflegt werden. Dafür eignen sind zum Beispiel selbst angesetzte Pflanzenauszüge und Brühen, hauseigener Kompost oder Produkte, die das „biologisch gärtnern“ Gütesiegel tragen. In der „biologisch gärtnern“-Datenbank sind torffreie Blumenerden, Dünger, Hilfsstoffe, Repellents sowie Nützlinge, Fallen und Pflanzenschutzmittel gelistet.

Information

Die „Mischkulturscheibe“ ist einzeln auf www.umweltberatung.at/die-mischkulturscheibe oder gemeinsam mit weiteren Infomaterialien zum Gemüsegarten im „Gemüsescheiben-Paket“ auf www.umweltberatung.at/gemuesescheiben-paket zu bestellen.

Tipps für Pflanzen am Balkon oder auf der Fensterbank gibt DIE UMWELTBERATUNG im Poster „Buntes, Duftendes & Essbares vom Fensterbrett“: https://bit.ly/2M7aLCU

In der „biologisch gärtnern“ Produktdatenbank auf www.biologisch-gaertnern.at sind Produkte und Bezugsquellen für die gesunde Gemüseernte zu finden. „biologisch gärtnern“ ist ein Kooperationsprojekt von InfoXgen und biohelp Garten & Bienen und DIE UMWELTBERATUNG.

Individuelle Beratung zum naturnahen Gärtnern bietet DIE UMWELTBERATUNG an der Hotline 01 803 32 32.

DIE UMWELTBERATUNG ist eine Einrichtung der Wiener Volkshochschulen, basisfinanziert von der Stadt Wien − Umweltschutz. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

DIE UMWELTBERATUNG, DIin Sabine Seidl
Tel. 01 803 32 32-72, mobil 0699 189 174 65
sabine.seidl@umweltberatung.at, www.umweltberatung.at



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