PRESSEAUSSENDUNG DER KA FINANZ AG

Wien (OTS) ~

– Gesamtexposure um EUR 0,9 Mrd. auf EUR 8,7 Mrd. reduziert

– Durchschnittsrating unverändert bei A,

  Non Performing Loan-Ratio 0,2 % 

– Solide Kapitalausstattung: Gesamtkapitalquote 21,3 %  

  harte Kernkapitalquote 17,6 %

– Maßnahmen zur Konstituierung als „Abbaugesellschaft“  

  nach BaSAG eingeleitet

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Die KA Finanz AG (KF) hat im ersten Halbjahr 2017 das Portfoliomanagement weiterhin aktiv fortgeführt. Neben den planmäßigen Abreifungen und Tilgungen hat die KF den fokussierten Abbau unter Bedachtnahme auf Werterholungspotenziale und Schonung der Kapitalressourcen fortgesetzt. Das Gesamtexposure der KF sank im ersten Halbjahr 2017 um EUR 0,9 Mrd. auf EUR 8,7 Mrd. (31.12.2016: EUR 9,6 Mrd.). Das Durchschnittsrating lag unverändert bei A, die Non Performing Loan (NPL)-Ratio betrug 0,2 %.

Die KF verfügt über eine solide Kapitalausstattung von EUR 501,5 Mio., davon EUR 415,0 Mio. hartes Kernkapital gemäß Basel III. Die Kapitalquoten haben sich gegenüber 2016 leicht verbessert: Die Gesamtkapitalquote stieg auf 21,3 % (31.12.2016: 20,7 %), die harte Kernkapitalquote auf 17,6 % (31.12.2016: 17,2 %). Damit liegt die KF auch weiterhin wesentlich über den regulatorischen Mindestkriterien.

Zwtl.: Halbjahresergebnis 2017

Das UGB/BWG-Periodenergebnis nach Steuern betrug im ersten Halbjahr 2017 EUR -38,0 Mio. (1. HJ 2016: EUR -15,7 Mio. nach Auflösung der § 57 Abs. 1 BWG-Vorsorge in Höhe von EUR 26,0 Mio.). Das negative Ergebnis resultiert insbesondere aus den von der KF an die Republik Österreich geleisteten Haftungsentgelten in Höhe von EUR -16,4 Mio. (1. HJ 2016: EUR -20,4 Mio.) für Liquiditätsgarantien und eine Bürgschaft, Beiträgen zum Bankenabwicklungsfonds in Höhe von EUR -7,7 Mio. (1. HJ 2016: EUR -3,7 Mio.) und Personal/Sachaufwendungen in Höhe von EUR -12,7 Mio. (1. HJ 2016: EUR -8,5 Mio.). Die Bilanzsumme der KF hat sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Jahresende 2016 um EUR 0,8 Mrd. auf EUR 11,2 Mrd. reduziert (31.12.2016: EUR 11,9 Mrd.). 

Zwtl.: Haftungsentgelte

Die KF hat im ersten Halbjahr 2017 Haftungsentgelte in Höhe von EUR 16,4 Mio. an die Republik Österreich geleistet; davon EUR 9,3 Mio. für das staatsgarantierte Commercial Paper (CP)-Programm, EUR 6,9 Mio. für die EUR 1,0 Mrd. staatsgarantierte Anleihe sowie EUR 0,2 Mio. für die Bundesbürgschaft der Republik Österreich in Höhe von EUR 4,0 Mio. per 30. Juni 2017. Insgesamt hat die KF seit Übernahme durch die Republik Österreich bis 30. Juni 2017 EUR 764,0 Mio. Brutto-Haftungsentgelte geleistet. Nach Abzug der von der Republik Österreich bis Ende 2011 geleisteten Restrukturierungsbeiträge in Höhe von EUR 210,0 Mio. ergeben sich Netto-Haftungsentgelte in Höhe von EUR 554,0 Mio. 

Zwtl.: Portfoliostruktur und -abbau

Das Gesamtexposure der KF sank im ersten Halbjahr gegenüber dem Jahresende 2016 um EUR 0,9 Mrd. auf EUR 8,7 Mrd. (31.12.2016: EUR 9,6 Mrd.). Es umfasst Darlehen in Höhe von EUR 4,4 Mrd., Wertpapiere in Höhe von EUR 3,4 Mrd., CDS/Haftungen (CDS-Risiko besteht nur mehr für Österreich) in Höhe von EUR 0,3 Mrd. und Zins- und Währungsabsicherungsderivative in Höhe von EUR 0,7 Mrd.

Die KF verfügt über ein qualitativ sehr hochwertiges Portfolio, welches in den oberen Ratingklassen konzentriert ist. Per 30. Juni 2017 liegen EUR 7,9 Mrd. bzw. 91,3 % des Gesamtexposures im Investmentgrade-Bereich (BBB- oder besser). EUR 4,3 Mrd. bzw. 49,6 % sind AAA/AA geratet. Das Durchschnittsrating beträgt unverändert A (Skalierung nach Standard & Poor’s/Fitch), die Non Performing Loan (NPL)-Ratio (Ausfallsdefinition gemäß Basel III) beträgt per 30. Juni 2017 0,2 %.

Zwtl.: Liquidität

Das Refinanzierungsvolumen (ohne Eigenmittel) der KF beträgt zum 30. Juni 2017 EUR 10,1 Mrd. Davon entfallen EUR 6,1 Mrd. plangemäß auf kurzfristige Refinanzierungen, insbesondere Commercial Paper, EZB-Tender, Geldmarkteinlagen und Repo-Refinanzierungen. Das langfristige Refinanzierungsvolumen beträgt EUR 4,0 Mrd. und enthält im Wesentlichen Covered Bond-Anleihen sowie die im August 2015 durch die KF begebene EUR 1,0 Mrd.-staatsgarantierte Anleihe. 

Weiters bestanden zum 30. Juni 2017 neue Refinanzierungen mit der Abbaumanagementgesellschaft des Bundes (ABBAG) über insgesamt EUR 1,4 Mrd. gemäß einer mit der ABBAG am 9. Juni 2017 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung. Diese Rahmenvereinbarung sieht Refinanzierungsfazilitäten im Ausmaß von insgesamt EUR 8,2 Mrd. vor. Damit soll die gegenwärtige Refinanzierung der KF in Hinkunft zur Gänze ersetzt werden. Bestehende Anleihen und Privatplatzierungen der KF werden weiterhin bedient und bei Fälligkeit zum vollen Nominale getilgt.

Zwtl.: Maßnahmen zur Konstituierung der KA Finanz AG als „Abbaugesellschaft“ nach BaSAG 

Die Hauptversammlung der KF hat am 8. Juni 2017 beschlossen, die Bank – vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) – zukünftig als „Abbaugesellschaft“ gemäß § 162 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) zu betreiben. Dazu hat die KF am 9. Juni 2017 einen entsprechenden Antrag an die FMA zum Betrieb der KF als „Abbaugesellschaft“ gemäß BaSAG gestellt. 

Zwtl.: Ausblick

Eine Entscheidung der FMA über den Antrag vom 9. Juni 2017, die KF zukünftig als „Abbaugesellschaft“ gemäß § 162 BaSAG zu betreiben, wird für das dritte Quartal 2017 erwartet. Mit Genehmigung des Antrages würde die Bankkonzession der KF enden. Die Fortführung als Abbaugesellschaft würde der KF ermöglichen, eine effiziente und kostengünstigere Struktur im veränderten regulatorischen Umfeld zu schaffen. Die sich laufend weiter verschärfenden regulatorischen Rahmenbedingungen und Eigenmittelanforderungen für Kreditinstitute innerhalb der EU sehen Auflagen vor, die auf aktive Geschäftsbanken ausgerichtet und für eine Abbaubank wie die KF nur schwer und zu erhöhten Kosten einzuhalten sind.

Mit der Umwandlung in eine Abbaugesellschaft soll auch der Abbauhorizont für das Portfolio der KF verkürzt werden. Ursprünglich war mit der Europäischen Kommission ein vollständiger Abbau bis zum Jahr 2040 vereinbart. Als Abbaugesellschaft wäre die KF bestrebt, dieses Ziel bereits innerhalb von etwa zehn Jahren zu erreichen. Die KF wird im Zuge des Abbaus weiterhin sich bietende Marktchancen und Wertaufholungspotenziale nutzen.

Der Halbjahresbericht ist unter https://www.kafinanz.at/finanzberichte/jahresberichte/ verfügbar.

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Dr. Helmut Urban, Vorstandsvorsitzender
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