Non-Food Händler verlieren durch Schließung 500 Mio. & durch Testpflicht zwei Drittel ihrer Umsätze. Ausweitung der Corona-Entschädigungen für betroffene Betriebe alternativlos.

Wien (OTS) Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Bund- und Ländervertreter heute neue Corona-Restriktionen für Wien, Niederösterreich und das Burgenland verkündet. Wie befürchtet wird es – entgegen jeder wissenschaftlichen Evidenz – in der Ostregion über Ostern behördliche Schließungen im Handel geben. Rund 10.000 Geschäfte in den drei Bundesländern sind von den erneuten behördlichen Schließungen von 1. April bis 6. April betroffen. Ihnen entgehen damit vier Einkaufstage im wichtigen Ostergeschäft und ein Umsatz von 500 Millionen Euro.

280 Millionen Euro Verlust pro Woche – Zutrittstests ein wirtschaftspolitisches Desaster

Doch damit nicht genug: Ab 7. April soll der Einkauf im Non-Food Handel nur noch nach Vorlage eines negativen Corona-Tests möglich sein. Damit ist für die Branche ein schlimmes Szenario eingetreten. Zuletzt haben in den Befragungen mehr als drei Viertel der heimischen Konsumenten derartige Zutrittstests im Handel klar abgelehnt. Auch die Händler selbst hatten sich vehement dagegen ausgesprochen.

“Zutrittstests in den Geschäften werden kaum etwas an den Corona-Fallzahlen ändern, aber bis zu zwei Drittel aller Umsätze im Non-Food Handel vernichten und damit tausende Arbeitsplätze gefährden. Wir sprechen hier allein in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland von 280 Millionen Euro pro Woche. Diese Maßnahme ist für den Handel ein wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Desaster. Die Osterruhe und die Wochen danach könnten leider für viele Händler zur letzten Ruhe werden”, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Ausweitung der Entschädigungen für betroffene Unternehmen alternativlos

Für die 10.000 vom harten Lockdown betroffenen Handelsbetriebe in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt es nun, Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Handelsverband fordert von der Bundesregierung eine rasche und unbürokratische Ausweitung der Hilfszahlungen sowohl für die Unternehmen als auch die Arbeitnehmer. In einem ersten Schritt muss zumindest der 825 Euro Kurzarbeitszuschuss pro Mitarbeiter auf die betroffenen Händler ausgeweitet werden. Aber es braucht mehr!

Der Handelsverband empfiehlt darüber hinaus einen umfassenden Corona-Masterplan mit 3 Schwerpunkten (AID-Modell). Details dazu HIER.

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