SPÖ-Antrag im Umweltausschuss für Grünes Netz mit 200.000 Hektar zusätzlich geschützter Waldfläche in zehn Jahren

Wien (OTS/SK) „Wälder sind die grüne Lunge unseres Planeten. Sie bieten unzähligen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum und sind unverzichtbar für den Klimaschutz, da sie CO2 binden können“, erklärte SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr am Mittwoch. „Die wirtschaftliche Verwertung unserer Wälder darf nicht länger im Vordergrund stehen, denn das führt zu einer Verarmung ihrer Böden und ihrer Artenvielfalt.“ Für Herr geht es um eine grundlegende Entscheidung: „Wenn wir auch in Zukunft gesunde Wälder haben wollen, dürfen wir nicht länger die Natur den Regeln der Wirtschaft unterwerfen!“ Sie bringt daher einen Antrag in den Umweltausschuss ein, der zum Ziel hat, in den nächsten zehn Jahren zusätzlich mindestens 200.000 Hektar geschützten Wald in Österreich zu schaffen. ****

„Das Grüne Netz soll 50.000 Hektar Wald von jeglicher forstwirtschaftlicher Nutzung freistellen. Dort soll wieder allein die Natur das Sagen haben. Auf weiteren 150.000 Hektar muss eine Bewirtschaftung gewählt werden, die sich dem Erhalt und der Verbesserung der Biodiversität verpflichtet“, erklärt Herr. „Statt der wirtschaftlichen Verwertung unserer Wälder muss die Stärkung der Tier- und Pflanzenvielfalt an erster Stelle stehen“, forderte die SPÖ-Umweltsprecherin auch mit Blick auf die Klimakrise, denn: „Wälder mit großer Biodiversität sind widerstandsfähiger gegen klimatische Veränderungen!“ Zusätzlich seien intakte Wälder auch ein Beitrag zur Lebensqualität der Bevölkerung.

„Fast die Hälfte Österreichs ist bewaldet. Das sind vier Millionen Hektar, die zum Teil bereits heute von großen und eindrucksvollen Naturschutzgebieten und Nationalparks geschützt sind. Doch sind diese oft räumlich konzentriert. Daher braucht es ein Grünes Netz, das diese geschützten Inseln miteinander verbindet und so Tieren und Pflanzen erlaubt, sich Lebensräume zurückzuholen und sich auszubreiten“, erklärt Herr. Der Antrag fordert daher explizit, die 200.000 Hektar auf die gesamte Waldfläche Österreichs zu verteilen. Auch die Aufteilung der geschützten Flächen auf Wälder der öffentlichen Hand und auf Wälder im Privatbesitz soll sich an ihrem Anteil an der Gesamtwaldfläche orientieren. „Die Österreichischen Bundesforste besitzen rund zwölf Prozent der gesamten Waldfläche und leisten bereits jetzt wichtige Arbeit für unsere Wälder. Selbstverständlich sollen sie mit gutem Beispiel vorangehen und mindestens zwölf Prozent zum Grünen Netz beitragen. Aber eins ist auch klar: Ohne die privaten Waldbesitzer wird es nicht gehen.“ Deshalb schlägt Herr das Beibehalten des Vertragsnaturschutzes und eine Kostenaufteilung zwischen Bund und Ländern vor. „Wichtig ist vor allem, möglichst schnell in die Umsetzung zu kommen!“, so die SPÖ-Umweltsprecherin. (Schluss) bj/PP

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