Wien/Klagenfurt am Wörthersee (OTS)

  • Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) weist für 2020 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von EUR +105,5 Mio. (2019: EUR +267,6 Mio.) aus. Hinzu kommen EUR +16,0 Mio. außerordentliche Erträge aus einem Vergleich.
  • Der konsolidierte Gruppenabschluss (Konzernabschluss) weist ein positives EGT von EUR +53,5 Mio. (2019: EUR +332,4 Mio.).
  • Von der Konzernbilanzsumme von EUR 885,9 Mio. (bzw. im Einzelabschluss EUR 1,0 Mrd.) entfallen zum 31. Dezember 2020 EUR 765,6 Mio. auf Guthaben bei der OeNB.
  • Ende November 2020 wurden im Rahmen der vierten Zwischenverteilung weitere EUR 700 Mio. (in Summe somit 85,1236 % der berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten) an die Gläubiger verteilt.

Zum Unternehmen

Die HETA ASSET RESOLUTION AG (HETA) ist eine Abbaueinheit gemäß dem Bundesgesetz zur Schaffung einer Abbaueinheit (GSA), deren Unternehmensgegenstand die Verwaltung und ehest mögliche Verwertung ihrer Vermögenswerte darstellt. Seit dem 1. März 2015 besteht ein Zahlungsmoratorium für den Großteil ihrer Verbindlichkeiten. Mit dem zuletzt ergangenen FMA-Bescheid (Vorstellungsbescheid III) vom September 2019 wurde die Quote auf 86,32 % hinaufgesetzt. Im Rahmen von bisher vier Zwischenverteilungen hat die HETA insgesamt bereits 85,1236 % der (der Gläubigerbeteiligung unterliegenden) Senior-Verbindlichkeiten getilgt. Die letzte (vierte) fand im November 2020 statt, mit welcher EUR 700 Mio. verteilt wurden.

Die HETA konnte im Jahr 2020 die Non-Cash-Konzernbilanzsumme von EUR 505 Mio. auf EUR 120 Mio. verringern. Ausgehend von der ursprünglich abzubauenden Vermögenswerte von EUR 9,67 Mrd. (Ende 2014) konnten bereits 99 % der Assets erfolgreich verwertet werden.

HETA Vorstandsmitglied Mag. Martin Handrich: “Wir sind sehr stolz darauf, dass die Abwicklung der HETA im abgelaufenen Jahr trotz Corona Pandemie einen großen Schritt weiter gekommen ist. Mit dem Verkauf der slowenischen Tochtergesellschaften konnte das größte ausländische Engagement beendet werden. Darüber hinaus wurden entscheidende Weichen gestellt, um die verbleibenden Töchter in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina abzustoßen und sich zeitnah aus dem gesamten Balkanraum zurückziehen zu können. Die HETA ist heute keine länderübergreifende Finanzgruppe mehr, sondern eine kleine Gesellschaft mit einem sehr überschaubaren und rasch schrumpfenden Restportfolio.”

HETA Vorstandssprecher Mag. Alexander Tscherteu ergänzt: “Die HETA geht heute davon aus, bald, jedenfalls aber innerhalb des ursprünglich genannten Rahmens – bis Ende 2023 – die Gläubigerverbindlichkeiten final bedienen und die Kriterien für die Beendigung des BASAGs erfüllen zu können. In Abstimmung mit der Finanzmarktaufsicht und dem Bundesministerium für Finanzen arbeiten wir bereits an den konkreten Schritten zur Umsetzung dieser Ziele. Mein Dank gilt allen Beteiligten insbesondere unseren Mitarbeitern, die es möglich gemacht haben, so schnell unsere Ziele zu erreichen und dabei so viel zu erlösen. Wie es der damalige Finanzminister Schelling versprochen hat, hat die Republik kein weiteres Geld für die Abwicklung der HYPO durch die HETA in die Hand nehmen müssen!”

Einzel- und Konzernabschluss nach UGB/BWG

Aus den Abbautätigkeiten wurden im Laufe des Jahres EUR 406 Mio. erlöst, was deutlich über den Budgeterwartungen lag (EUR 376 Mio.). Mit dem Verkauf des Wohnbauförderungsportfolios und der Rückführung HYPO Italien (HBI) konnten hierbei zwei große Transaktionen durchgeführt werden. Darüber hinaus wurde im Juni 2020 das Closing für den Verkauf der slowenischen Tochtergesellschaften abgeschlossen, was einen starken Liquiditätszufluss und Portfolioabbau zur Folge hatte.

Auf der Passivseite erfolgte eine deutliche Reduktion der berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten, was vor allem durch die im November 2020 durchgeführte, vierte Zwischenverteilung, bei der EUR 700 Mio. an die Gläubiger ausbezahlt werden konnten, zurückzuführen ist. Die Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Abwicklungsverfahren wird in der HETA AG in Höhe jenes Betrages vorgenommen, um den die Vermögenswerte die bilanzierten Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen per Stichtag 31. Dezember 2020 übersteigen. Per 31. Dezember 2020 beträgt diese Rückstellung EUR 413 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 291 Mio.) um EUR 122 Mio. angestiegen. Das Eigenkapital wird seit Erlass des Mandatsbescheides II mit EUR 0 ausgewiesen.

Das EGT beläuft sich im Einzelabschluss auf EUR +106 Mio. (2019: +268 Mio.) und im Konzernabschluss auf EUR +53 Mio. (2019: EUR +332 Mio.). Die wesentlichen Ergebnisbeiträge resultieren aus den Erlösen aus Assetverkäufen und Ergebnisbeiträgen von Tochtergesellschaften sowie Auflösungen von Rückstellungen für Gewährleistungen aus Verkaufsverträgen und Schließungskosten.

In Summe wurden die Verwaltungsaufwendungen konzernweit um rd. -44 % reduziert, wobei die Personalaufwendungen in Folge des durchgeführten Mitarbeiterabbaus von EUR -26 Mio. in 2019 auf EUR -15 Mio. zurückgingen. Auch der Sachaufwand konnte im Konzern von EUR -26 Mio. auf EUR -14 Mio. erheblich reduziert werden. Aufgrund eines im Jahr 2018 abgeschlossenen Vergleichs mit der BayernLB konnten aus der Zwischenverteilung EUR +16 Mio. letztmalig einbehalten werden, was zu einem außerordentlichen Ertrag in dieser Höhe geführt hat.

Insgesamt konnten im Jahr 2020 elf Gesellschaften geschlossen bzw. verkauft und eine hohe Anzahl laufender Rechtsverfahren beendet werden. In Folge dessen wurde der Mitarbeiterstand der gesamten HETA-Gruppe von 232 auf 115 Mitarbeiter zum Jahresende 2020 (FTE – fulltime-equivalents) reduziert.

Veröffentlichungen

Sowohl der Konzernabschluss als auch der Einzelabschluss und eine Kurzpräsentation zum Jahres- und Konzernabschluss 2020 werden auf der Homepage des Unternehmens (www.heta-asset-resolution.com →Investoren →Finanzberichte & Präsentationen) offengelegt. Hinsichtlich näherer Informationen wird auf diese Dokumente verwiesen.

Rückfragen & Kontakt:

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E-Mail: communication@heta-asset-resolution.com



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