Zwei Millionen Euro Soforthilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds des Außenministeriums

Wien (OTS) Nach massiven Überschwemmungen infolge der seit vielen Wochen anhaltenden starken Monsunregen unterstützt die Bundesregierung vor Ort mit Zahlungen aus dem Auslandskatastrophenfonds des Außenministeriums.

Als unmittelbare Reaktion auf die akute Notlage der pakistanischen Bevölkerung hat die Bundesregierung im Ministerrat von heute Mittwoch, 7. September 2022 die Auszahlung von zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für Pakistan beschlossen. Je eine Million Euro werden dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) bzw. der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK) zur Linderung der humanitären Krise bereitgestellt.

„Angesichts der starken Monsunregen in Pakistan und deren verheerenden Folgen für die dortige Bevölkerung unterstützen wir als Bundesregierung die humanitären Anstrengungen vor Ort, indem wir zwei Mio. Euro aus den Mitteln des Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung stellen. Es handelt sich dabei um eine weitere Unterstützungsleistung im Sinne unserer humanitären Tradition der Hilfe vor Ort. Die bereitgestellten Mittel gehen an die internationalen Hilfsorganisationen, die derzeit dabei helfen, das Leid der Betroffenen zu lindern,“
so Bundeskanzler Karl Nehammer.

Die massiven Überschwemmungen haben binnen kürzester Zeit bereits mehr als 1.100 Todesopfer gefordert. Nach Angaben der pakistanischen Regierung sind 33 Millionen Menschen, allen voran Frauen und Kinder, von den Auswirkungen der Monsunregenfälle betroffen und obdachlos geworden. Mindestens 5,2 Millionen Menschen befinden sich in einer akuten humanitären Notlage, wobei die Zahl rapide ansteigt.

„Die Flut in Pakistan ist ein weiteres extremes Wetterereignis, das die immer rascher auftretenden Folgen der Klimakrise unter Beweis stellt. Es ist unsere Verantwortung, den Betroffenen zu helfen und die Folgen dieser Katastrophe abzumildern. Deswegen haben wir heute die Ausschüttung von zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds beschlossen. So kann unbürokratisch humanitäre Soforthilfe geleistet werden. Genauso ist es aber unser Auftrag, die Klimaschutzbemühungen so schnell und unverzüglich wie möglich zu intensivieren,“
so Vizekanzler Werner Kogler.

Aufgrund der schwer angeschlagenen, bereits vor der Überschwemmungskatastrophe fragilen Infrastruktur in Pakistan, insbesondere im Gesundheitsbereich, wurde der nationale Notstand ausgerufen. Zudem hat die pakistanische Regierung um internationale Hilfe ersucht, um den verheerenden Auswirkungen der Überschwemmungen Herr werden zu können.

„Der Klimawandel zeigt derzeit in Pakistan seine grausame Fratze. Besonders in den lange von der Außenwelt abgeschnittenen Regionen muss dringend humanitäre Hilfe geleistet werden, um den ohnehin schon angeschlagenen Gesundheitsbereich zu unterstützen. Mit unserer gezielten Hilfe unterstützen wir die internationale Staatengemeinschaft vor Ort in ihren humanitären Anstrengungen,“ so Außenminister Alexander Schallenberg.

Die bereitgestellten Mittel sollen in den von den Vereinten Nationen Ende August gemeinsam mit der Regierung von Pakistan lancierten “2022 Pakistan Floods Response Plan (FRP)” für lebensrettende Maßnahmen in den Bereichen Ernährungssicherheit, Nothilfe im landwirtschaftlichen Bereich, Unterkünfte, medizinische Erstversorgung, Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen, Wasser und Hygiene, Gesundheit von Frauen und Unterstützung im Bildungsbereich fließen.

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