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Finanzieller Bonus ist eine wichtige Maßnahme der Anerkennung, strukturelle Probleme müssen dennoch endlich angegangen werden.

Wien (OTS) „Wir begrüßen es sehr, dass sich die Bundesregierung zur Zahlung eines steuerfreien Bonus für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich bekennt. Die 189.000 Menschen in den Pflege- und Gesundheitsberufen in Österreich haben sich diese 500 Euro für ihren besonderen Einsatz in der Pandemie mehr als verdient. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass die Gesundheitsversorgung sowie das Pflegesystem in den schwierigen Monaten der Corona-Krise nicht kollabiert sind“, sagt Othmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreich.

Der finanzielle Bonus sei eine wichtige Maßnahme der Anerkennung, dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es insbesondere strukturelle Faktoren seien, die die Arbeitszufriedenheit im Pflege- und Gesundheitssektor beeinflussten, betont Karas. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen ihrem Beruf mit professionellem Engagement und hoher Motivation nach. Aber sie wünschen sich dringend mehr Kolleginnen und Kollegen. Der Personalmangel erschwert die Erstellung verlässlicher Dienstpläne, führt zu Überstunden und belastet die Teams“, weiß Karas.

„Deshalb wird das Hilfswerk nicht müde zu betonen, wie dringend wir eine substanzielle Pflegereform brauchen, deren Herzstück eine wirksame Personaloffensive sein muss. Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um bis zum Jahr 2030 rund 91.000 Menschen in die Pflege- und Betreuungsberufe zu holen. Das beginnt bei flächendeckenden und durchlässigen Ausbildungsangeboten ab Pflichtschulende, umfasst attraktive Um- und Wiedereinstiegsangebote und schließt eine strategisch vernünftige Personalakquisition im Ausland mit ein“, so Karas. Auch an den Rahmenbedingungen der Arbeit könne und müsse man laut Hilfswerk Verbesserungen vornehmen. Hier sollte man in Richtung besserer Qualitäts- und Personalstandards, in Richtung mehr Zeit für Beziehungs- und Teamarbeit sowie in Richtung Fortbildung denken. Aber auch in Ausstattung, Digitalisierung und Entbürokratisierung sei zu investieren, so Karas abschließend.

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