Fachverbandsobmann äußert völliges Unverständnis für Vorstoß Italiens

Wien (OTS) Der Obmann des WKÖ-Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen, Franz Hörl, geht von einem raschen Aufsperren der heimischen Betriebe nach Ablauf des Lockdowns aus. „Wir haben die Verpflichtung gegenüber vielen Regionen in diesem Land, mit unserer Arbeit die Wirtschaft in Schwung zu halten, Arbeitsplätze zu sichern und der Bevölkerung ein wesentliches Freizeit- und Sportangebot zu bieten“, so Hörl. Die Branche habe sich bestens auf die veränderten Rahmenbedingungen vorbereitet und sei bereit für den Start. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Botschaft der Unternehmen ist klar: Wir möchten kein Geld vom Staat, sondern mit unseren weltweit führenden Leistungen wirtschaften und den Menschen Erholung und Bewegung in den Bergen ermöglichen!“ Selbstredend müssten dafür die COVID-19-Zahlen zuerst wieder in die richtige Richtung zeigen. „Das Wohl der Mitarbeiter und Gäste steht an erster Stelle. Ist dieses gewährleistet, müssen wir aber unter den ersten Branchen sein, die wieder aufsperren“, so die Forderung Hörls.

Die Österreichischen Seilbahnen seien ein unverzichtbarer regionaler Wirtschaftsfaktor. „Besonders in dieser Zeit ist es daher umso wichtiger, die Branche arbeiten zu lassen. Denn wenn die Gondeln still stehen, gilt das sehr rasch auch für das gesamte Wirtschaftsleben in zahlreichen Gemeinden. Daher braucht es die zeitnahe Wiederaufnahme des Betriebs, um schlimmere Auswirkungen auf den Standort und die Gefährdung zigtausender Existenzen abwenden zu können.“ Eine Erhebung dazu veranschaulicht, dass eine Verschiebung des Saisonstarts auf Mitte Jänner einen Umsatzausfall von knapp 4 Milliarden Euro zulasten der Regionen bedeuten würde.

Kein Verständnis zeigt Hörl für den Vorstoß eines Skiurlaubverbots aus Italien. „Die Pläne der italienischen Regierung sind nicht angebracht. Abgesehen davon möchten wir für unsere einheimischen Gäste da sein und ihnen im Winter die Möglichkeit des alpinen Skisports als wichtige und gesunde Beschäftigung bieten“, so Hörl, der ergänzt, dass es ohnedies europäische Reiseeinschränkungen gebe und der Vorstoß Italiens somit verzichtbar sei. (PWK574/DFS)

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