Wiener Tierschutzverein warnt: Hundehaltung in NÖ darf nicht derart überzogen wie in Wien geregelt werden.

Vösendorf (OTS) Niederösterreich darf kein Wien 2.0 werden: Davor warnt der Wiener Tierschutzverein (WTV) bei der Novelle des niederösterreichischen Hundehaltegesetzes, deren Begutachtungsphase am 5. Dezember endet. Demnach müssen ab Anfang 2020 auf bestimmten öffentlichen Plätzen (Parkanlagen, Gaststätten, etc), alle Hunde an der Leine und mit Beißkorb geführt werden. „Wir betonen in diesem Zusammenhang einmal mehr, dass es keine per se gefährlichen Hunderassen gibt. Wenn es zu Problemen kommt, so handelt es sich fast immer um eine Missachtung der Sorgfalt durch Menschen“, sagt Madeleine Petrovic, Präsidentin des WTV.

Generell sind diese verschiedenen Hundehaltungsgesetze der Länder a la longue für den WTV nicht zielführend, ein einheitlicher bundesweiter Mindeststandard wäre dringend nötig. „Wir sind grundsätzlich dafür, dass die Haltung von Hunden geregelt wird und Hundehalter vor allem auf schutzbedürftige Menschen wie Kinder oder ältere Personen Rücksicht zu nehmen haben. Alles über einen Kamm zu scheren ist jedoch unvernünftig“, so Petrovic. Das heißt: Rücksichtnahme bedeutet, dass man an belebten Orten ganz besonders drauf achten muss, dass Tiere so geführt werden, dass auch ängstliche Menschen keine Sorge haben müssen. Es ist daher verständlich, dass Hunde etwa in Öffis, auf Kinderspielplätzen oder in und bei Schulen mit Maulkorb und Leine geführt werden müssen. In Parkanlagen oder bei Stiegenhäusern von Wohnhausanlagen ist dies jedoch übertrieben.

„Aber wir verlangen im Gegenzug, dass auch die Interessen der Hunde und Hundehalter adäquat berücksichtigt werden: So muss es etwa ausreichend große und gut ausgestattete Freilaufzonen für Hunde geben“, sagt die WTV-Präsidentin. Und letztlich müssen – wie bei es eigentlich bei allen gesetzlichen Regeln der Fall sein sollte – die Behörden dazu ermächtigt sein, das Gesetz mit Augenmaß vollziehen zu können. So ist beispielsweise bei Hundewelpen, kranken oder alten Hunden das Tragen eines Maulkorbs abzulehnen. „Also: Ja, zur Prävention, aber Nein zu einer überzogenen und kontraproduktiven Disziplinierung von Hunden und deren Haltern“, so Petrovic.

Der WTV hat die genannten Forderungen in einer ausführlichen Stellungnahme an die niederösterreichische Landesregierung zusammengefasst und steht dieser selbstverständlich bei Bedarf auch mit Rat und Tat bei der Erarbeitung einer fundierten Lösung zur Seite.

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