Andauernder Konflikt um Bergkarabach – Stadt Wien kann durch Verurteilung des Genozids an den Armeniern einen Beitrag zur friedlichen Beilegung leisten

Wien (OTS) Am 24. April jährte sich der Genozid an Armeniern, aber auch an Aramäern, Assyrern, Chaldäern und Pontosgriechen durch das osmanische Reich zum 106. Mal. Diesem Völkermord fielen über 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Papst Franziskus nannte das Verbrechen an den Armeniern den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Dieses Jahrhundertverbrechen hat Spuren hinterlassen, die auch über 100 Jahre später in der Region nicht zu übersehen sind. Der Konflikt um Bergkarabach ist hierfür das jüngste Beispiel. „Unser Antrag zur erneuten Verurteilung des Genozids an den Armeniern soll angesichts des aktuellen Konflikts zwischen Aserbaidschan und Armenien einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Erbes leisten“, so Gemeinderätin Caroline Hungerländer.

Gemeinderat Hannes Taborsky betont, dass der Konflikt um Bergkarabach schmerzhafte Erinnerungen von Armeniern weltweit an das Schweigen der Weltöffentlichkeit angesichts des Genozids an ihrem Volk wachruft. „Auch die 3.000 in Wien lebenden Armenier sind davon betroffen, dass wieder armenische Kulturgüter zerstört und Menschenrechtsverletzungen begangen werden, diesmal durch Aserbaidschan, dessen Schutzmacht die Türkei ist. Vor allem die Weigerung Aserbaidschans, alle armenischen Kriegsgefangenen in ihr Heimatland zu entlassen, ist verurteilenswert“ so Gemeinderat Hannes Taborsky.

„Der Völkermord an den Armeniern hatte nicht nur eine ethnische, sondern vielmehr noch eine religiöse Komponente“, so Jan Ledóchowski, Sprecher für Christdemokratie im Rathausklub der neuen Volkspartei. „Es ist erschütternd, dass 100 Jahre später im gleichen Gebiet wieder christliche Minderheiten Mord und Vertreibung zum Opfer fallen. Die Zahl der christlichen Chaldäer, bereits Opfer des Völkermordes von 1915, ist im Irak im Zuge von Bürgerkrieg und Terror um die Hälfte zurückgegangen. Wir sollten nicht nur der Toten, sondern auch der Überlebenden gedenken“, so Jan Ledóchowski abschließend.

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