Gesundheitsministerin will politische Entscheidung zu Glyphosat anstatt auf Basis wissenschaftlicher Fakten

Wien (OTS) “Landwirte nutzen pflanzenmedizinische Produkte zum Schutz der Pflanzen und deren Gesundheit, so wie Ärzte humanmedizinische nutzen, um die Gesundheit der Menschen zu erhalten oder Krankheiten zu heilen. Wenn nun Entscheidungen für oder gegen eine Zulassung von Wirkstoffen nicht mehr auf wissenschaftlicher Basis sondern aufgrund von politischen Launen getroffen werden, hat das gravierende Auswirkungen auf die Gesundheits- und die Agrarpolitik. Denn dann ist die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen ernsthaft in Gefahr”, kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP), die Aussagen von Gesundheitsministerin Rendi-Wagner zu Glyphosat. “Weltweit forschen Unternehmen an Wirkstoffen, um Menschen, Tiere und Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Damit sind oft jahrelange Forschung und Entwicklung sowie hohe Ausgaben für Studien und Analysen verbunden. Diese untersuchen Wirkungen sowie mögliche Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt.”

Stockmar betont auch, dass die EU-Gesetzgebung vorsieht, dass für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln wissenschaftliche Fakten ausschlaggebend sind und nicht politische Einzelmeinungen oder NGO-Kampagnen: “Unterschiedliche Gruppierungen und Parteien versuchen eine politische Entscheidung herbeizuführen, denn die Faktenlage spricht eindeutig für eine Verlängerung um 15 Jahre. Sämtliche Gesundheitsbehörden weltweit, die mit der Bewertung von Glyphosat beauftragt waren, kommen zu dem Schluss, dass Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt sicher ist. Deren Einschätzung basiert wiederum auf den Ergebnissen von über 3.300 Studien mit insgesamt 90.000 Seiten.”

Die IGP fordert, dass wissenschaftliche Fakten und nicht politische Einzelmeinungen und NGO-Kampagnen über die Zulassung von Wirkstoffen entscheiden.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittel-produzierenden Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15 Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130 Millionen Euro an Umsatz.

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