Am 18. Februar um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) In der „Am Schauplatz“-Reportage „Im Schatten von Corona“ zeigt Beate Haselmayer am Donnerstag, dem 18. Februar 2021, um 21.05 Uhr in ORF 2 die sogenannten „Kollateralschäden“ des Lockdowns im Schatten von Corona und fragt nach, wie man diese eindämmen könnte.

„Wäre meine Mutter ohne Lockdown zum Arzt gegangen?“, grübelt Frau Schuster. „Und hätte der ihr helfen können?“ Der Lockdown im März 2020 versetzt die Welt in Angst und Schrecken. „Bleiben Sie zu Hause!“, lautet die Devise. Frau Schusters Mutter nimmt sie ernst. Die extreme Müdigkeit und die Kurzatmigkeit werden schon vergehen, hofft sie. Wenig später stirbt die Pensionistin mit 78 Jahren an den Folgen eines schweren Herzinfarkts.

Jeden Tag werden aktuelle Corona-Zahlen veröffentlicht: Wie viele Menschen sind positiv? Wie viele brauchen ein Spitalsbett und wie viele sterben? Im Schatten davon spielen sich aber noch ganz andere Dramen ab: Operationen, die verschoben werden, um Intensivbetten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten freizuhalten. Tumore, die viel zu spät erkannt werden. „Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu sterben, steigt in den nächsten fünf Jahren um fast zehn Prozent“, rechnet Gynäkologe Dr. Christian Schauer, Präsident der AGO, vor. Der Grund dafür: weniger Vorsorgeuntersuchungen.

Und: Je länger die Pandemie dauert, desto größer wird auch der psychische Druck. Ein Viertel der Bevölkerung leidet an depressiven Symptomen. Bei den Jungen sind es noch mehr. Auf der Uni-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien sind alle Betten belegt. Dr. Paul Plener, der Leiter der Klinik, erzählt von Jugendlichen ohne Vorerkrankungen, die im Lockdown auf einmal Essstörungen und Suizidgedanken haben.

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